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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

22.12.2003
Weihnachtskarpfen statt fetter Gans
Ein Vorsatz für das neue Jahr: mindestens eine (See-) Fischmahlzeit pro Woche

Ein Weihnachten ohne „Karpfen blau“ ist für viele Sachsen kein richtiges Weihnachten. Im Freistaat wird der Karpfen schon immer traditionell zum Weihnachtsfest oder zu Neujahr verzehrt. Die sächsische Karpfenteichwirtschaft blickt auf eine mehrere Jahrhunderte alte Geschichte zurück und kann stolz sein auf ihre Spezialitäten. Dazu gehört zum Beispiel der Lausitzer Spiegelkarpfen. Nach etwa 3 Jahren erreicht er seine optimale Größe und kommt mit 2 bis 3 Pfund als Speisefisch auf den Markt. Preiswerter als im Einzelhandel gibt es den Karpfen beim Teichwirt in der Nähe. Ob klassisch als „Karpfen blau“, gebraten, gedünstet oder als Räucherkarpfen, dem Genießer bieten sich viele Möglichkeiten der Zubereitung. Besonders wertvoll und empfehlenswert sind Karpfen aus Biohaltung. Haltungs- und Aufzuchtbedingungen sind hier strenger als bei konventionellen Teichwirtschaften. Die Fische wachsen langsamer und werden ohne Antibiotika und künstliche Hormone und mit Biogetreide aufgezogen, das den Futtermittel-Standards des ökologischen Landbaus entsprechen muss.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist ein höherer Fischverbrauch zu begrüßen. Denn Fisch ist sehr gesund. Er enthält große Mengen an hochwertigen, leicht verdaulichen Eiweißen, ist reich an verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und lebenswichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuern. Diese so genannten Omega-3-Fettsäuren können zellschützende Wirkungen haben, Ablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugen und den Blutdruck positiv beeinflussen. Süßwasserfische enthalten jedoch nur wenig Jod. Besonders jodreich sind Seefische wie Rotbarsch, Seelachs und Kabeljau. Durch einen regelmäßigen Verzehr von Seefisch - am besten 1 bis 2 mal pro Woche - kann der Bedarf an Jod vollständig gedeckt werden.
Leider hat die wachsende Nachfrage nach Fisch auch ihre Schattenseiten. Seit Jahren werden die wichtigsten Fischbestände ausgebeutet, weltweit gelten fast 70 % als überfischt, viele Fische sind vom Aussterben bedroht. Der Verbraucher kann jedoch durch den gezielten Kauf von Fisch aus umweltfreundlicher und bestandserhaltender Fischerei positiv auf die Fischerei wirken. Hilfe beim Fischeinkauf gibt der „Einkaufsführer Fisch“ der Verbraucherzentrale. Dieser ist kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich. Deren Adressen und Öffnungszeiten lassen sich montags bis freitags von 9 – 16 Uhr am Auskunftstelefon der Verbraucherzentrale Sachsen unter der Nummer 0180/5797777 (0,12 €/Min.) erfragen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15015A.html