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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

13.07.2001
Senioren richtig versichert
Verbraucherschützer informieren über wichtige und unwichtige Versicherungen

Im Alter nimmt der Bedarf an notwendigen Versicherungen ab. Das beachtet jedoch so mancher Versicherungsvertreter nicht. Besonders gern werden Senioren beispielsweise Sterbegeldversicherungen mit dem Argument verkauft, dass man sich so keine Sorgen über die teuren Begräbniskosten machen muss und auch die Erben damit nicht belastet. Was an Versicherungsschutz im Alter wirklich notwendig ist, wissen die sächsischen Verbraucherschützer:

Neben einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung brauchen auch Senioren unbedingt eine private Haftpflichtversicherung. Diese zahlt, wenn man einer anderen Person einen Schaden zugefügt hat. Das kann beispielsweise schon durch unachtsames Überqueren einer Straße mit einem Folgeunfall geschehen. Da man im Laufe des Lebens viel Hausrat - darunter oft auch wertvolle Stücke - angeschafft hat, empfiehlt sich des Weiteren eine Hausratversicherung. Man bekommt aus ihr eine Leistung, wenn der Hausrat zum Beispiel durch einen Brand, durch Leitungswasser, Hagel und Sturm oder einen Einruchdiebstahl beschädigt oder zerstört wird bzw. abhanden kommt. Wer im eigenen Häuschen den Lebensabend verbringt, wird zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben. Mit Eintritt in das Rentnerleben haben viele endlich die Zeit, auf Reisen zu gehen. Wer ins Ausland reist, braucht eine Auslandsreisekrankenversicherung. Wegen des im Alter steigenden Risikos gesundheitlicher Störungen empfiehlt sich bei mehrtägigen Reisen auch eine Reiserücktrittskostenversicherung. Diese übernimmt fast die gesamten Stornokosten, wenn die Reise zum Beispiel wegen einer unerwartet schweren Erkrankung nicht angetreten werden kann.
Im Hinblick auf gesundheitliche Probleme, die im schlimmsten Fall zu einer Pflegebedürftigkeit führen, kann schon in jüngeren Jahren der Abschluss einer privaten Pflegekostenversicherung in Betracht gezogen werden. Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung sind oft nicht ausreichend. Zusätzliche Eigenvorsorge kann man entweder mit einem Vermögensaufbau durch verschiedenen Geldanlagen oder dem Abschluss einer Pflegekostenversicherung betreiben.

Weiterer Versicherungsschutz, etwa eine private Unfallversicherung, ist für Senioren mitunter schwer zu bekommen oder nach einem Schadenfall zu behalten. In der Regel ist sie auch zu teuer. Andere, so die gemischten Versicherungen, die zusätzlich der Kapitalbildung dienen, sind oft wenig rentabel. Dazu gehören Lebens- und Sterbegeldversicherungen. Allein eine private Rentenversicherung gegen Einzahlung eines hohen Einmalbetrages mit Anspruch auf eine sofort beginnende lebenslange Rente kann sich lohnen. Dieser Fall tritt dann ein, wenn man sehr alt wird. Nur, wer weiß das schon?

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15238A.html