Überlastete Elektroleitungen, falsch genutzte Heizkissen oder unsachgemäß betriebene Kamine können schnell zu einem Wohnungsbrand führen. Jährlich sterben so in Deutschland bis zu 1000 Menschen. Gerade wegen der gefährlichen Rauchentwicklung bleiben oft nur wenige Minuten zum Überleben. Wenn die Feuerwehr dann kommt, ist es manchmal schon zu spät, um größeren Schaden zu verhindern.
Roland Pause, Energie-Experte der Verbraucherzentrale Sachsen rät deshalb zu wirksamen vorbeugenden Maßnahmen: "Rauchmelder gehören ebenso in Häuser und Wohnungen wie Klingeln an den Türen." Obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben, ist diese Maßnahme einerseits kostengünstig, und andererseits leicht umsetzbar.
Pause empfiehlt, nur geprüfte Modelle zu kaufen, die das GS- (geprüfte Sicherheit), CE- (Konformitätszeichen der EU) oder das VdS-Zeichen (Prüfzeichen des Verbandes der Sachversicherer) haben. Batteriebetriebene Rauchmelder sind meist preiswert und bleiben auch bei Stromausfall funktionstüchtig.
Feuerlöscher können einen Brand im Anfangsstadium wirksam bekämpfen, vorausgesetzt, man hatte sich schon vorher mit der Bedienanleitung vertraut gemacht. Auch wenn es keine gesetzliche Forderung gibt, die Wohnung oder das Eigenheim mit einem Feuerlöscher auszustatten, sollten vorhandene Geräte regelmäßig auf ihre Betriebsfähigkeit geprüft werden. Ein Löscher-TÜV kostet rund 60 DM und sollte aller zwei Jahre durchgeführt werden. Eine gesetzliche Pflicht zur Überprüfung der Betriebsfähigkeit gibt es für private Haushalte aber ebenfalls nicht.
Bei den örtlichen Feuerwehren können sich Interessierte beraten lassen, welche vorbeugende Brandschutzmaßnahme im Einzelfall am sinnvollsten ist. Eine Liste zertifizierter Heimrauchmelder liegt in den Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen vor.
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