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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

18.02.2002
Teure Seminare ohne Aussicht auf den Nebenjob
Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor Leipziger Firma Produkt- Promotion & Vertrieb

Schon Anfang des vergangenen Jahres machte die Leipziger Firma Produkt & Promotion-Vertrieb (PPV) mit recht zweifelhaften Offerten auf sich aufmerksam. Sie versprach Verdienstmöglichkeiten durch einen Fahrdienst am Wochenende und durch die Betreuung von Personen. Bei Promotion-Veranstaltungen stellte sich dann heraus, dass es sich weder um Fahrdienst noch um Betreuung von Personen handelte, sondern vielmehr darum, bestimmte Produkte zu vertreiben und neue Mitarbeiter in Seminare des „Institutes für offene Seminare“ in Leipzig (IfoS), das unter gleicher Adresse logiert, zu locken.
Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Ganz im Gegenteil, jetzt ist das Vertriebsfeld noch größer geworden, so dass bereits in Brandenburg, Thüringen und Niedersachsen die Vertriebsleute für die Firma aktiv geworden sind, um den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zwischenzeitlich benutzt man – wie beispielsweise in Torgau – auch Handzettel, auf denen 350 € für verschiedene Dienstleistungen am Wochenende geboten werden. Noch immer will man über diesen Weg auch Vertriebsrepräsentanten mit stattlichen Prämien bis zu 550 € und auf der nächsten „Stufe“ schon mit bis zu 1.250 € ködern. Diese Methode ähnelt denen anderer Firmen, die nach dem Schneeballsystem arbeiten.
Während der Promotionveranstaltungen werden 2 Verträge zur Unterschrift vorgelegt, die für die meisten Verbraucher unverständlich sind. Für beide Verträge sind dann ca. 3.400 € zu berappen.
So entstehen für Arbeitsuchende zunächst nur Kosten, die dann auch in Schulden übergehen können. Einige Verbraucher, die diese Summen nicht aufbringen können, wollen dann sogar Kredite aufnehmen, um hier einsteigen zu können.

Die sächsischen Verbraucherschützer warnen: Finger weg von derartigen zweifelhaften Offerten. Bei Verdacht auf verbotene Schneeballsysteme sollte im Übrigen stets Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstattet werden.
Derartige Verträge werden neuerdings auch unter der Firmierung AfoS (Akademie für offene Seminare) mit gleicher Adresse angeboten.

Wer bei ähnlich zweifelhaften Inseraten und Verträgen Rat einholen möchte, kann sich an eine der 14 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden oder montags, mittwochs und donnerstags zwischen 10.00 und 18.00 Uhr das Beratungstelefon unter der Nummer 0190/79 777 1 (1,24 €/Min.) anrufen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15294A.html