Nach dem Willen des Gesetzgebers soll im Dezember 2002 endlich der Startschuss für den Wettbewerb im Ortsnetz fallen. Dann erst soll es möglich sein, auch Ortsgespräche Anruf für Anruf (Call by Call) über den jeweils günstigsten Anbieter zu führen. Doch das kann man - über einen pfiffigen Trick - auch schon heute. Kleine Telefonfirmen haben sich eine Möglichkeit zur Umgehung des Ortsmonopols der Deutschen Telekom einfallen lassen. Sie nutzen ganz legal* frei tarifierbare Servicenummern, die mit 0190-0 beginnen, nicht zum "Abzocken", sondern zum Unterbieten des Ortstarifs der Deutschen Telekom.
Wer im Festnetz viele Ortsgespräche führt, für den lohnt es sich, bei Sachsens Verbraucherschützern eine Übersicht (1 Seite, 50 Cent) abzuholen, auf welcher die aktuell günstigsten Call-by-Call-Anbieter für Telefonate ins eigene Ortsnetz aufgelistet sind. Sie enthält die "Sparvorwahlen", die Tarife in Cent pro Minute und einen Kostenvergleich des aktuell preisgünstigsten Anbieters mit der Deutschen Telekom. Die Übersicht über die preisgünstigen Call-by-Call-Anbieter für Ortsgespräche ist auch als Faxabruf (1 Seite) unter der Nummer 01905 - 55 3110 - 164 (0,62 €/Min.) erhältlich.
Mit diesen "Sparvorwahl-Nummern" kann man beim Telefonieren tagsüber bis zu 50 Prozent sparen. Bei der Deutschen Telekom zahlt man, sofern man keinen Spezialtarif wie beispielsweise AktivPlus hat, für ein Ortsgespräch immer mindestens 6 Cent, auch wenn die Verbindung nur wenige Sekunden besteht. Bei den Alternativ-Anbietern sind es derzeit zwischen 2,4 und 2,8 Cent, die pro angebrochener Minute berechnet werden. Lediglich ab 21 Uhr telefonieren "Quasselstrippen" im Ortsnetz mit der Deutschen Telekom preisgünstiger: Da reichen die 6 Cent für ganze vier Minuten.
Selbstverständlich werden auch die Call by Call geführten Ortsgespräche über die monatliche Telefonrechnung der Deutschen Telekom abgerechnet.
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