In den vergangenen Tagen meldeten sich bei den sächsischen Verbraucher-schützern wieder vermehrt Verbraucher, die mit Angeboten des Grauen Kapitalmarktes konfrontiert wurden.
Dieses Mal ging es um Nachfragen zu einer Gesellschaft namens Frankonia Sachwert AG aus Würzburg.
Angeboten werden atypisch stille Beteiligungen, die in die Gruppe der riskanten Anlagegeschäfte einzustufen sind. Schließlich beteiligt man sich dabei an einem Unternehmen und hofft als Anleger darauf, dass von ihm möglichst hohe Gewinne erwirtschaftet werden. Kaum einem Kleinanleger ist die Gesellschaft näher bekannt. Sie unterliegt keiner staatlichen Aufsicht und beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit dem Erwerb, der Verwaltung und Verwertung von Immobilien und sonstigen Vermögensanlagen.
Sachsens Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass man sich mit einer Unterschrift unter den Beteiligungsantrag über viele Jahre bindet. Ein vorzeitiger Ausstieg ist kaum oder zum Teil nur mit hohen finanziellen Verlusten möglich. Sollte die Gesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten geraten, hat der Anleger als Mitunternehmer die Verluste regelmäßig mitzutragen, denn er ist am Gewinn und Verlust der Gesellschaft beteiligt.
Bevor man sich für ein solches Angebot entscheidet, sollte man sich deshalb sehr gründlich und umfassend informieren. Dazu gehören zum Beispiel auch kritische Presseveröffentlichungen, die es in diesem Fall in der Vergangenheit zum Beispiel schon in den Publikationen „ Finanztest“ (6/2001), im „DFI-Gerlach-Report“ und in kmi (kapital-markt-intern) gegeben hat. Nicht jeder Vermittler weist auf diese kritischen Veröffentlichungen hin, obwohl dazu nach der Rechtsprechung im Regelfall eine Verpflichtung besteht.
Wer mehr über Anlageangebote wissen will, die nicht von Banken oder Sparkassen, sondern vom Grauen Kapitalmarkt stammen, sollte sich an die sächsischen Verbraucherschützer wenden. Diese Empfehlung geht auch an Verbraucher, die bereits einen Vertrag unterzeichnet haben. Es besteht montags, mittwochs und donnerstags zwischen 10.00 und 16.00 Uhr unter der Rufnummer 0190 79 777 2 (1,24 €/Min) auch die Möglichkeit, sich telefonischen Rat einzuholen.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
