Nach Angaben des Instituts für Demoskopie Allensbach verfügen inzwischen 23,2 Millionen Deutsche über einen Internet-Anschluss. Das entspricht einer Zunahme von 14 Prozent binnen Jahresfrist.
Da stellt sich die Frage, ob all die frisch gebackenen User tatsächlich schon ausreichend gerüstet sind fürs Surfen im World Wide Web. "Autofahrer tragen ganz selbstverständlich dafür Sorge, dass ihr Auto verkehrssicher und vor unbefugter Benutzung durch Dritte geschützt ist", meint Evelin Voß von der sächsischen Verbraucherzentrale. Dass der Computer für das sichere Surfen im Internet ebenfalls entsprechend ausgerüstet sein muss, ist vielen Nutzern noch keineswegs selbstverständlich. Und auch der Surfer kann die möglichen Gefahren nur vermeiden, wenn er sie kennt und wenn sein Computer ihn vor bestimmten riskanten Mausklicks entsprechend warnt.
Deshalb raten die Verbraucherschützer zum "Safer Web":
· Computer so konfigurieren, dass ein möglichst guter Schutz vor Viren und ungewollten Dialern erreicht wird, vor allem Internet-Optionen des Browsers auf hohe Sicherheit einstellen; Antiviren- und Dialer-Schutzprogramme und ggf. Firewall installieren; sichtbare und akustische Signale der Datenfernübertragung aktivieren; Internet-Zugangsbeschränkungen für Kinder einrichten.
· Beim Surfen: Vorsicht beim Download unbekannter Software aus dem Internet; bei ungewolltem Ladevorgang diesen notfalls unterbrechen, indem der Stecker für die Verbindung zwischen PC und Telefonleitung gezogen wird.
· Bei elektronischer Post: keine E-Mails von unbekannten Absendern oder mit unbekannten Anhängen öffnen, sondern lieber sofort löschen.
· Sofern noch nicht vorhanden: kostenlosen vollständigen Einzelverbindungsnachweis beim Anschlussnetzbetreiber beantragen.
Sachkundige Beratung zum "Safer Web" gibt es in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen. So lange der Vorrat reicht, ist dort auch die kostenlose CD-ROM "Ins Internet - mit Sicherheit" des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik erhältlich, die alle wesentlichen Informationen rund um dieses Thema enthält, einschließlich einer Tool-Box mit Programmen zu Virenschutz, Verschlüsselung, Web-Filterung und Kinderschutz.
Wo und wann die Beratungsstellen erreichbar sind, erfährt man am Auskunftstelefon 0180 – 5-79 77 77 der sächsischen Verbraucherschützer montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr (12 Cent/Min).
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
