Seit dem 1. Juni 2002 hat ein großer regionaler Stromanbieter seinen Kunden ein bisher günstiges Preismodell durch drei neue Modelle ersetzt, die automatisch, je nach Energieverbrauch, gelten. Nachteil an diesen Modellen ist leider, dass sie je nach Verbrauch für den Abnehmer auch Preiserhöhungen bringen können. Da fragt man sich, ob man durch einen Stromanbieterwechsel nicht günstiger liegen würde.
„Ob sich ein Wechsel für den Verbraucher lohnt“, so Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, „hängt von der Höhe des Einsparpotenzials und damit letztlich auch vom Stromverbrauch ab.“ Hat der 4-Personen-Haushalt einen hohen Verbrauch, ist das Einsparpotenzial natürlich größer gegenüber dem eines Ein-Personen-Haushaltes. „Sucht man einen neuen Stromversorger“, so Pause, „dann sollte man als Wenigverbraucher solche Preismodelle bevorzugen, bei denen die festen Kosten gering sind. Ein Mehrpersonenhaushalt mit vielleicht 4000 kWh jährlich, sollte eher nach einem niedrigen kWh-Preis schauen.“ Ein Vergleich neuer und alter Anbieter zeigt, was man sparen kann. Sind es nur einige Euro, dann wird man wohl auf einen Wechsel verzichten.
Um die Risiken bei einem Wechsel so gering wie möglich zu halten, sind solche Stromanbieter zu wählen, die man aus Veröffentlichungen kennt und wo außerdem bekannt ist, dass ein Wechsel geklappt hat. Ganz wichtig ist auch zu wissen, ob der neue Anbieter Verträge mit dem örtlichen Versorger hat. Hier hilft nur, nachzufragen. Und im Angebotspreis sollten alle Bestandteile, wie Ökosteuer, Mehrwertsteuer und Netznutzungsentgelte enthalten sein, so dass gewissermaßen alles inklusive ist.
Wer sich zum Stromanbieterwechsel informieren möchte, findet in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen Rat. Dazu bieten die sächsischen Verbraucherschützer sowohl in den 14 Beratungsstellen als auch im Faxabruf unter der Nummer 0190 5553110 170 (0,62 €/Min.) einen aktualisierten Stromanbietervergleich an, der 28 Preismodelle von 12 sächsischen und bundesweiten Anbietern enthält.
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