Von sächsischen Hochwasseropfern war dieser Tage oft zu hören, dass ihnen kein Kredit mehr helfen kann bzw. dass sie einen solchen von der Bank oder Sparkasse nicht mehr ausgereicht bekommen. Dennoch benötigen die Betroffenen dringend Geld. Daraus erwächst die Gefahr, dass sich zum Beispiel unseriöse Schuldenregulierer oder Finanzvermittler bei den Geschädigten melden. Deren Angebote können jedoch zumeist nicht helfen, wissen die sächsischen Verbraucherschützer. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, weitere Verluste zu erleiden, denn diese Leute verlangen für ihre in der Regel nutzlose Tätigkeit oft viel Geld.
Wer laufenden Kreditverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, sollte sich direkt mit seinem Kreditinstitut in Verbindung setzen und über eine einvernehmliche Lösung sprechen. Externe Umschuldungsangebote durch Dritte, wie etwa von Strukturvertrieben, sollten mit größter Vorsicht betrachtet werden. Verbraucher sollten Vermittlern keinesfalls Abschlussvollmachten erteilen. Vorgelegte Angebote sollten vor der Unterzeichnung auf jeden Fall geprüft werden. Privaten Endverbrauchern ist dabei die Verbraucherzentrale Sachsen gern behilflich. Von Kreditangeboten, egal ob in der Zeitung, in Zeitschriften oder über das Internet, die damit werben, dass keine Bonitäts- oder SCHUFA-Prüfung erfolgt, sollte man generell die Finger lassen. Gleiches gilt für Angebote aus dem Ausland, die oft sogar betrügerisch sind, wie etwa die aus Nigeria. Leider erleben diese gerade wieder eine Neuauflage.
Wer vorschnell einen Kredit- oder Versicherungsantrag unterschrieben hat, kann noch innerhalb von 2 Wochen von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Dann kommt der Vertrag nicht wirksam zustande. Wer hinsichtlich des Widerrufs rechtliche Hilfe benötigt, kann sich an die Berater der Verbraucherzentrale Sachsen wenden.
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