Ob als schnelle Zwischenmahlzeit, Vorspeise oder Hauptgericht, die Suppe erfreut sich auch in Sachsens Küchen wieder zunehmender Beliebtheit - und das nicht ohne Grund: Sie ist durch ihren hohen Wasseranteil kalorienarm und ganz entgegen dem Dickmacher-Vorurteil im Vergleich zu anderen Lebensmitteln fettarm.
Nährwert und Geschmack sind natürlich abhängig von den Zutaten. Um eine Suppe proteinreicher zu gestalten, verwendet man Hülsenfrüchte und Fleisch, die zur Sättigung wichtigen Kohlenhydrate liefern Kartoffeln, Reis oder Nudeln.
Da sämtliche Zutaten, also beispielsweise Gemüse und Kräuter, mit dem Kochwasser gegart und verzehrt werden, landen die wichtigen Vitamine und Mineralstoffe auf dem Teller und nicht im Abfluss. Deshalb sind Gemüse- und Püreesuppen besonders empfehlenswert, nicht zuletzt auch, weil sie viele Ballaststoffe enthalten.
Bei den immer mehr in Mode kommenden industriell hergestellten Suppen unterscheidet man zwischen tischfertigen (Konserven), kochfertigen (Brühwürfel, Paste, Pulver) und instant (Pulver) Zubereitungen. Sie enthalten neben den Geschmack und Namen gebenden Zutaten wie Pilzen, Fleisch, Fisch und Gemüse als Einlagen bzw. Verdickungsmittel Getreidemehle, Stärken oder Hülsenfrüchte. Dazu kommen Speisesalz, Gewürze, Würzmittel, Fleisch- oder Hefeextrakte, Aromen und Geschmacksverstärker z.B. Natriumglutamat (E 621).
Letzterer verstärkt die süß-salzige Note, mindert den sauer-bitteren Nebengeschmack und bekräftigt den Eigengeschmack des Lebensmittels. Natriumglutamat wird auch als fünfte Geschmacksrichtung bezeichnet. Es wirkt appetitanregend und kann zu übermäßigem Verzehr führen. In der Wissenschaft ist dieser Zusatzstoff umstritten, er löst möglicherweise bei empfindlichen Menschen Unverträglichkeiten wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Taubheitsgefühl aus.
Durch den häufig stark salzigen Geschmack der Fertigsuppen kann das natürliche Geschmackserlebnis beeinträchtigt werden. Wer viel Wert auf natürlichen Geschmack legt, sollte also seine Suppe selbst kochen, empfehlen Sachsens Verbraucherschützer.
Weitere Informationen zu den E-Nummern und was sich dahinter verbirgt, können im Ratgeber der Verbraucherzentrale „Was bedeuten die E-Nummern?“ nachgelesen werden, der für 2,80 € in jeder Beratungseinrichtung der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich ist.
Aber ob industriell gefertigt oder zu Hause gekocht, durch das langsame Löffeln der Suppe wird eine Sättigung besser wahrgenommen. Auch das Volumen der Suppenmahlzeit trägt dazu bei. Einen günstigen Nebeneffekt hat die heiße Suppe zusätzlich: sie wärmt die Hände an kalten Herbsttagen.
Für weitere Informationen zu Suppen, aber auch zu allen anderen Themen der Ernährung stehen Ihnen die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen in einem persönlichen Beratungsgespräch für 2,50 € oder in einer telefonischen Beratung jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0190/797774 für 1,24 €/min gern zur Verfügung.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
