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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

23.10.2002
Mobil telefonieren - Gesundheitsrisiko minimieren
Tipps zur gesundheitsbewussten Handynutzung

Immer wieder weisen Umweltmediziner darauf hin, dass die möglichen gesundheitlichen Risiken durch Mobilfunkstrahlung noch nicht abgeschätzt werden können. Lediglich die thermischen Wirkungen der gepulsten hochfrequenten "Handystrahlung" direkt auf Kopf, Hirn und Auge sind wissenschaftlich belegt. Bei den athermischen Effekten gibt es derzeit noch keine wissenschaftlich anerkannten Beweise, wohl aber begründete Hinweise, unter anderem auf mögliche Veränderungen der Hormonsteuerung, auf die Förderung von Krebs und auf die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke für Schadstoffe.
Die genauen Dosis-Wirkungs-Beziehungen zwischen Mobilfunkstrahlung und Veränderungen im Sinne von Erkrankungen durch athermische Wirkungen sind jedoch noch nicht bekannt. Zahlreiche Mediziner plädieren insbesondere für den Schutz sensibler Menschen wie Kinder und Jugendliche und unterstützen die Bestrebungen, einen Expositions-Vorsorgewert festzulegen.
Inwieweit die für Mobiltelefone von der Strahlenschutzkommission empfohlene Spezifische Absorptionsrate (SAR) von 2 Watt pro kg Körpergewebe vor derartigen athermischen Wirkungen schützt, vermag derzeit niemand zu sagen, denn dieser Wert basiert lediglich auf dem Schutz vor thermischen Wirkungen. Deshalb raten die sächsischen Verbraucherschützer allen gesundheitsbewussten Handynutzern, selbst vorzusorgen und das persönliche Strahlenrisiko so gering wie möglich zu halten.
Das beginnt bereits beim Handykauf: Im Handel gibt es bereits Handys mit sehr niedrigem SAR-Wert von 0,20 Watt/kg und weniger. Aber auch beim mobilen Telefonieren kann man die Strahlenbelastung reduzieren. Das ist vor allem wichtig beim Telefonieren im Auto, wo man nur mit Außenantenne telefonieren sollte.
Weitere Tipps zur gesundheitsbewussten Handynutzung enthält eine Verbraucherinformation (1 Seite), welche die Verbraucherschützer zum Abholpreis von 50 Cent in allen Beratungsstellen bereit halten. Die "Tipps zur Handynutzung" sind auch per Faxabruf unter 01905 - 55 - 3110 -173 (0,62 €/Min.) erhältlich.
Wo die nächstgelegene Beratungsstelle ist, erfährt man am Auskunftstelefon unter 0180-5 79 77 77 (12 Cent/Minute) montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15443A.html