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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

05.11.2002
Salz bleibt Salz
Sachsens Verbraucherschützer warnen vor unseriöser Werbesendung

Kürzlich erhielt die Verbraucherzentrale Sachsen Post einer besorgten Verbraucherin. Sie wollte andere Verbraucher vor einer Werbesendung eines gewissen Benediktus warnen. Er versucht den Leser davon zu überzeugen, dass Kristallsalz das einzig wahre Salz ist. „Das im Handel angebotene normale Speisesalz sei ein „Sterbemittel“. Er schreibt weiter „Natriumchlorid ist für unseren Organismus nicht nur schädlich, sondern auf Dauer tödlich... und es ist eines der schlimmsten Konservierungsmittel und Gifte, das derzeit existiert“. Er geht sogar noch weiter und fordert, dass auf jeder Salzpackung ein Totenkopf zu stehen habe. „Diese Behauptungen sind absolut unseriös“, meint Anne-Katrin Wiesemann, Lebensmittelrechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Salz ist ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Körperflüssigkeit und spielt bei der Regulierung des Wasserhaushaltes und in den Verdauungssäften eine wichtige Rolle. Dabei ist es egal ob man mit Kristallsalz, auch Steinsalz genannt oder anderen Speisesalzen würzt. Alle, ob Stein-, Siede- oder Meersalz, enthalten zwischen 97 und 99 % Natriumchlorid. Der Unterschied liegt in der Gewinnung der verschiedenen Speisesalze. Kristallsalz ist bergmännisch abgebautes Steinsalz. Es ist hart, schwerer löslich als Siede- oder Meersalz. Siede- und Meersalz kommt in gelöster Form vor und wird durch Eindampfen von Solen und Meerwasser gewonnen. Da früher das Salz der Solen in heißen Pfannen bei Siedehitze eingedampft wurde, heißt das aus Solen gewonnene Salz Siedesalz. Während Meersalz aus dem Meer gewonnen wird, es wird in flache Becken geleitet, wo das Wasser größtenteils verdunstet.
In Deutschland liegt der Salzverzehr durchschnittlich bei 8 g pro Tag, empfohlen werden 6 g pro Tag. Dies ist gerade noch in einem tolerierbaren Bereich. Etwas weniger Salz zu sich zu nehmen, kann bei gesunden Menschen nicht schaden. Da Salz nun mal zum Leben gehört und die Deutschen an der obersten Grenze der Salzzufuhr leben, empfehlen Sachsens Verbraucherschützer, moderat zu salzen. Ein paar kräftige Kräuter können den Griff zum Salzstreuer oftmals ersparen. Denn: „Die Dosis macht, dass ein Ding ein Gift sei.“, soll schon der berühmte Mediziner Paracelsus (1493-1541) festgestellt haben. Jedenfalls ist das Kristallsalz, welches Benediktus meint, gesalzen teuer. Das Kilo Kristallsalz soll beispielsweise über 20 Euro kosten, während ein Kilo Salz im Supermarkt für 2 Euro bereits zu haben ist. Logisch, dass da schon viel Angst geschürt werden muss, um das Kristall unter die Leute zu bringen. Sachsens Verbraucherschützer hoffen aber, Benediktus die Suppe kräftig zu versalzen.

Für weitere Informationen rund um das Thema Salz, aber auch zu allen anderen Themen der Ernährung stehen Ihnen die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen in einem persönlichen Beratungsgespräch für 2,50 € oder in einer telefonischen Beratung jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0190/797774 für 1,24 €/Min. gern zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15455A.html