Am 11.11. beginnt wieder die närrische Zeit und mit ihr auch der große Durst nach dem einen oder anderen Gläschen Wein oder Bier. Der Abend wird schön, man lässt sich so richtig gehen. Doch der nächste Morgen kommt bestimmt. Wer kennt sie nicht die Signale, die der Körper sendet: einen schweren Kopf, einen rebellischen Magen und einen bleiernen Körper. Die Sonne blendet, obwohl sie gar nicht scheint, und es besteht das unheimliche Bedürfnis, einen ganzen Eimer Wasser trinken zu wollen.
Die Ursachen sind den meisten Närrinnen und Narren wohl bekannt: Entweder es wurde zu viel oder qualitativ schlechter Alkohol getrunken. Dabei ist es nicht der reine Alkohol, der uns leiden lässt, es sind die Fuselstoffe und der Fruchtzucker im Alkohol, die beispielsweise vermehrt in süßen Weinen oder Likören vorhanden sind. Beide sind dafür verantwortlich, dass ein gewisser Stoff (Serotonin) gebildet wird, der für die Schmerz- und Gefühlsverarbeitung im Gehirn verantwortlich ist. Wird zu viel davon in unserem Körper aktiviert, entstehen Symptome wie Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.
Entscheidend ist auch die Situation oder die Umgebung, in der der Alkohol konsumiert wird. Sauerstoffmangel im überfüllten Raum, schlechte Stimmung, weil Liesel mit dem Toni tanzt oder anstrengende Unterhaltungen die gesamte Nacht hindurch können auch zu einem heftigen Kater beitragen. Dagegen würde am besten helfen, erst gar keinen Alkohol zu trinken. Dies ist jedoch für die meisten Närrinnen und Narren unvorstellbar. Und noch einige Tipps gegen den Kater am Morgen: Niemals mit leerem Magen den Alkohol genießen, zwischendurch öfter mal ein Glas Wasser trinken, ein paar Häppchen essen und eine Runde an der frischen Luft verbringen. Wer seine Zurückhaltung gegenüber dem Alkohol nicht so auffällig zeigen möchte: ein alkoholfreier Cocktail mit möglichst einigen Vitaminen drin kann auch viel Spaß bereiten und keiner merkt, dass „nix“ drin ist.
War es aber doch zu viel Hochprozentiges bleibt nur das altbewährte Katerfrühstück. Es sollte sauer-salzig und wasserreich sein. Durch den erhöhten Alkohol im Körper wird verstärkt Flüssigkeit ausgeschieden und mit ihr auch bestimmte Salze und Stoffe, die das Säure-Basen-Verhältnis im Körper verändern. Um dieses Verhältnis wieder auf den Normalstand zu bringen, eignen sich saure und salzige Lebensmittel und viel Wasser. Mit anderen Worten: Rollmops, Hering, saure Gurken, Salzstangen und mindestens eine Flasche Wasser. Wem das nicht schmeckt, der kann es auch mit einem deftigen Gemüseeintopf oder einem herzhaft belegten Vollkornbrot versuchen. Ein Kater kann übrigens mehrere Tage lang dauern. Auf alle Fälle sollte man nicht im Bett liegen bleiben. Ein Spaziergang draußen an der frischen Luft hilft auch und der Kreislauf kommt wieder in die Gänge. Aber nicht übertreiben, zu hohe Anstrengungen am Morgen danach sind nicht gut. Die Herzleistung ist durch den Kater reduziert und die Gefäße sind erweitert. Große körperliche Belastungen
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