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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

26.11.2002
Mildtätige Weihnachtszeit
Sachsens Verbraucherschützer raten, nicht jedem Spendensammler zu vertrauen

Besonders in den kommenden Wochen regt das Mitleid so manches Spenderherz. Rund 240 000 Vereine dürfen in unserem Land Spenden annehmen. Da fällt es schwer, Abzocker von ernst gemeinter Hilfsbereitschaft zu unterscheiden. Einige undurchsichtige Spendenorganisationen drücken nur in ihrem eigenen Interesse auf die Tränendrüsen.
Trotz solcher Erfahrungen sind die Deutschen ein spendenwilliges Volk.
Wer sicher sein will, dass seine Spende in die richtigen Hände gelangt, sollte folgende Tipps der sächsischen Verbraucherschützer beherzigen:
Ø Man sollte sich möglichst vorher informieren, wer das Geld tatsächlich erhält. So kann man sich schriftlich an das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI), Bernadottestraße 94, 14195 Berlin wenden und erhält innerhalb von etwa 2 Tagen dazu Auskunft. Nach positiver Einschätzung von dort wird ein Spendensiegel an die Organisation vergeben. Allerdings werden nur Organisationen im humanitär-karitativen Bereich geprüft, nicht also Umwelt-, Natur- oder Tierschützer. Die aktuelle Liste mit den Organisationen, die vom DZI ein Spendensiegel erhalten haben, kann in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen eingesehen werden. Man kann diese auch unter www.dzi.de abrufen.
Ø Bei Bargeldsammlungen an der Haustür oder auf der Straße ist es angebracht, sich den Sammlerausweis oder die amtliche Erlaubnis zeigen zu lassen. Nach dem Sächsischen Sammlungsgesetz unterliegt das Sammeln von Geldspenden und geldwerten Leistungen der Erlaubnispflicht. So auch der Verkauf von Waren, der wie eine Haus- oder Straßensammlung durchgeführt wird. Man sollte auch darauf achten, dass Sammeldosen verplombt sind. Besonders stark Mitleid erregende oder gefühlsbetonte Werbung gilt als Kennzeichen unseriöser Organisationen.
Ø Vorsicht ist immer geboten, wenn mit der Spende gleich ein Vertrag über eine Fördermitgliedschaft unterschrieben werden soll. In der Regel gibt es da kein Rücktrittsrecht. Oftmals sind auch die Mitgliedsbeiträge und Aufnahmepreise ziemlich hoch und die Mitgliedschaften bieten kaum etwas. Deshalb nicht unter Druck setzen lassen und nichts an der Haustür unterschreiben.
Ø Oftmals werden Waren an der Haustür angeboten, die angeblich von Schwerbehinderten angefertigt worden sind. Hier sollte man wissen, dass die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für Behinderte zusammengeschlossenen Betriebe nichts an der Haustür oder am Telefon verkaufen.
Wer mehr zu Spenden wissen will, kann sich an eine der 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden oder montags, mittwochs und donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr das Beratungstelefon unter der Nummer 0190/79 777 1 (1,24 €/Min.) anrufen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15470A.html