Für nur 2,5 Cent/Min. in der Hauptzeit bzw. 3,5 Cent/Min. in der Nebenzeit telefonieren mit 010023, - das versprechen Werbebriefe, welche die Firma VarTec Telecom Deutschland GmbH, 79098 Freiburg, gegenwärtig mit der Tagespost flächendeckend an nahezu alle sächsischen Haushalte schickt. Das erscheint preiswert. Doch bevor man den Hörer hebt, um über diese Sparvorwahlnummer zu telefonieren, sollte man Gewissheit haben, dass man den Gesprächsteilnehmer auch erreicht und dass er zu einem längeren Plausch bereit ist. Sonst wird es teurer als über die Deutsche Telekom AG, denn das Telefonat über die 010023 kostet in der Hauptzeit mindestens 35 und in der Nebenzeit mindestens 25 Cent. Die werden auch dann kassiert, wenn sich nur der Anrufbeantworter meldet und man gleich wieder auflegt oder wenn man nur ein ganz kurzes Gespräch von 1 bis 2 Minuten führt. Denn VartTec berechnet auch für die kürzeste Verbindungsdauer so viel, als hätte das Gespräch 10 Minuten gedauert. Ins Ausland und in die Mobilfunknetze werden gar 50 Cent pro erstellter Verbindung kassiert, und das auch dann, wenn man nur auf der Mailbox landet.
Wer über einen normalen Standardanschluss bei der Deutschen Telekom AG verfügt und keine Sparvorwahl verwendet, zahlt bei Ferngesprächen für jede angebrochene Minute tagsüber in der Woche 12,3 Cent, am Feierabend zwischen 18 und 21 Uhr 6,2 Cent und am Wochenende tagsüber 4,6 Cent.
Das VarTec-Angebot lohnt sich also bestenfalls für Dauertelefonate. Doch selbst für diese sind die Call-by-Call-Angebote vieler anderer Anbieter deutlich preisgünstiger. Selbst wenn man wochentags ein 10 Minuten-Gespräch führt, zahlt man bei der gegenwärtig preisgünstigsten Telefonfirma dafür nur 22 Cent (2,2 Cent/Minute), also 7 Cent weniger, als VarTec dafür verlangt.
Eine stets aktuelle Übersicht, wer wann am günstigsten ist, halten Sachsens Verbraucherschützer in ihren Beratungsstellen zum Abholpreis von 0,50 € bereit. Diese Übersicht (1 Seite) ist auch per Faxabruf unter 01905-55-3110-150 erhältlich (0,62 € pro Minute).
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