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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

02.12.2002
Schlemmen ohne spätere Qualen
Sachsens Verbraucherschützer geben Verdauungstipps in der Vorweihnachtszeit

Mit dem 1. Advent beginnt häufig schon die vorweihnachtliche Schlemmerzeit. Lebkuchen und Marzipan, Kostproben verschiedener Stollenprodukte und als Vorgeschmack auf die Weihnachtsgans vielleicht schon mal eine Entenbrust mit Klößen.
Doch für das Verdauungssystem bedeutet dies Schwerstarbeit. Besonders Sodbrennen, Magenverstimmungen, Blähungen und Verstopfung sind unerwünschte Folgeerscheinungen schon vor dem Fest.
Sodbrennen entsteht, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Dadurch wird der untere Teil der Speiseröhre gereizt. Die Folgen können ein Brennen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen, Kratzen oder Schmerzen im Hals sein. Sodbrennen tritt häufig bei älteren Menschen, aber auch bei Schwangeren auf. Die Ursachen für das Zurückfließen des Mageninhaltes sind beispielsweise ein unvollständiges Schließen des oberen Schließmuskels im Magen, ein überfüllter Magen oder zuviel Druck auf den Magen (z.B. durch zu eng geschnallte Gürtel oder zu enge Kleidung). Stress kann zu einer überhöhten Magensäureproduktion anregen und so ebenfalls zu Sodbrennen führen.
Abhilfe können ein erholsamer Spaziergang, Kaugummi kauen oder ein Hochlagern des Oberkörpers schaffen. Auch das sorgfältige Zerkauen von Haselnüssen oder Mandeln zu einem Brei, der dann erst heruntergeschluckt wird, kann helfen.
Allerdings sollte bei sehr starken und lang anhaltenden Schmerzen auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.
Die Verstopfung ist ein weiteres, unangenehmes Leiden nach einem sehr üppigen Mahl. Bei zu seltenem Stuhlgang wird der Nahrungsbrei durch Wasserentzug immer weiter eingedickt – es bildet sich ein harter trockener Stuhl. Dies kann nachfolgend zu Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen führen. Häufige Ursachen sind zu wenig Ballaststoffe in der Ernährung und wie beim Sodbrennen eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, Hektik, Stress und Bewegungsarmut. Wird die Ernährung auf eine ballaststoffreiche Kost (Vollkornbrot statt Weißbrot, Obst und Gemüse statt süßer Snacks) mit ausreichend Flüssigkeit umgestellt, ist schon vielen geholfen. Insbesondere Kohl und Hülsenfrüchte regen die Darmtätigkeit an.
Um Sodbrennen, Völlegefühl und Magenverstimmungen vorzubeugen, empfehlen die Verbraucherschützer, sich auch in der Weihnachtszeit viel zu bewegen, Alkohol und Zigaretten so wenig wie möglich zu konsumieren, alle Mahlzeiten auf 5 - 6 Portionen über den Tag verteilt zu sich zu nehmen und auf eine ausreichende Trinkmenge (etwa 1,5 Liter) zu achten.
Weitere Tipps zu ballaststoffreicher Kost, aber auch zu vielen anderen ernährungsrelevanten Themen geben die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen e.V. in einem persönlichen Beratungsgespräch oder telefonisch montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr unter der Servicenummer 0190 797774 (1,24 €/min).

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15474A.html