Schon Mitte Oktober 2002 warnten die sächsischen Verbraucherschützer vor Gewinnen einer Firma LCV aus Wolfurt/Österreich, die 25.000 Euro unter die Verbraucher bringen wollte. Jetzt erscheint diese Firma auch wieder gekoppelt mit der Bezeichnung TKN. Verbraucher sollen eine 0190er Nummer zum Minutenpreis von immerhin 1,86 € anrufen, um angeblich einen Bargeldgewinn zu erhalten. „Vermutlich ist wohl über diese Rufnummer noch nicht genug Geld in die Kasse gekommen, so dass man jetzt erneut versucht, die Verbraucher zu einem teuren Anruf zu bewegen“ meint Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Der Leiter einer so genannten Rechtsabteilung von TKN mahnt nun zum letzten Mal die Meldung für den Bar-Anteil-Gewinn in Höhe von 25.000 Euro an.
Mancher Verbraucher denkt nun wirklich, er hat vor Weihnachten noch das große Los gezogen. Wer das Kleingedruckte genau gelesen hat, sieht aber, dass es sich nur um einen Anteil vom Gesamtgewinn handeln soll. Bei Tausenden Angeschriebenen in ganz Deutschland steht in den Sternen, ob man tatsächlich etwas gewinnt.
Laut dem Kleingedruckten gibt man seine Zustimmung zur Speicherung, Verarbeitung und Übermittlung der personenbezogenen Daten. “Im Klartext heißt das, der Briefkasten wird bei einer nächsten Werbekampagne – und die kommt bestimmt – wieder überquellen“ sagt Marion Schmidt.
Sie warnt eindringlich vor der Teilnahme an dieser Gewinnaktion. Denn, „hier gewinnt nur der Veranstalter, und zwar bei jedem Anruf“ meint die Verbraucherschützerin.
Auch der gerichtlich durchsetzbare Anspruch auf Aushändigung eines Gewinns läuft vielfach ins Leere und dürfte gerade hier wohl kaum zum Erfolg führen. Eine gerichtliche Zustellung an die angegebene Postfachadresse ist auch in Österreich nicht möglich.
Wer Fragen zum Thema Gewinne hat, kann sich an eine der 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen wenden oder montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr das Beratungstelefon unter der Nummer 0190 79 777 1 (1,24 €/Min.) anrufen.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
