Der jüngste Futtermittelskandal betrifft neben vielen anderen Bundesländern und den Niederlanden auch Sachsen: bis jetzt haben nach Angaben des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft 30 landwirtschaftliche Betriebe, Mastbetriebe und Milchviehbetriebe möglicherweise Dioxin-belastetes Futtermittel aus einem Thüringischen Futtermittelwerk erhalten. Von einer Gesundheitsgefährdung für den Verbraucher durch belastete Produkte wird dennoch nicht ausgegangen.
Anlass genug nach umfassenden, transparenten Informationen über eventuell betroffene Produkte und belieferte Betriebe zu fragen. Wie so oft lautet die Aussage: Nichts Genaues weiß man nicht.
Deshalb fordern die sächsischen Verbraucherschützer eine umgehende Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse und der betroffenen Produkte.
Verbraucher haben ein Recht darauf, von Unternehmen und Behörden umfangreich informiert zu werden, um bei ihren Kaufentscheidungen Gesundheitsrisiken minimieren und unbelastete Lebensmittel auswählen zu können. Die sächsische Staatsregierung wird aufgefordert, für ein Verbraucherinfomationsgesetz einzutreten.
Dioxine entstehen bei hohen Temperaturen in Verbrennungsvorgängen (z.B. Abfallverbrennungen, Industrie- und Gewerbefeuerungen) und reichern sich in der Nahrung an. Ihnen werden eine krebserregende Wirkung und in hohen Dosen eine Beeinträchtigung des Immunsystems zugeschrieben. Eine Minimierung dieser Stoffe wird seit Jahren sowohl in Deutschland als auch in der EU angestrebt.
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