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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

11.03.2003
Verwirrungen bei Konservierungsstoffen
Ob was drinnen ist, bleibt ein Rätsel

Bei der Suche nach Angaben von Konservierungsstoffen auf Lebensmittelverpackungen ist Rätselraten angesagt. So sind beispielsweise auf so manchem Erdbeerjoghurt keine Angaben über Konservierungsstoffe zu finden. Der gutgläubige Verbraucher nimmt bei einer solchen Deklarierung an, dass auch tatsächlich kein Konservierungsstoff im Erdbeerjoghurt enthalten ist. Doch weit gefehlt. Das bedeutet es eben nicht unbedingt.
Die Erklärung für solche verwirrenden Angaben ist im Lebensmittelrecht zu finden. Dies legt fest, dass beispielsweise die Konservierungsstoffe in der Erdbeerzubereitung nicht aufgeführt werden müssen, wenn diese im Erdbeerjoghurt nicht mehr wirken können. Mit anderen Worten, der Anteil des Konservierungsstoffes ist so gering, dass dieser nicht mehr den gesamten Erdbeerjoghurt konservieren kann. Ergebnis: Keine Kennzeichnungspflicht des Konservierungsstoffes, obwohl er doch drinnen ist. So sieht es der Gesetzgeber.
Sachsens Verbraucherschützer fordern daher schon seit langem eine lückenlose und für den Verbraucher leicht verständliche Kennzeichnung. Zur Zeit können sie nur raten und bei missverständlichen Angaben auf dem Etikett einen Fachverkäufer um Rat bitten. Doch leider wird man hier sehr oft mit den Worten „Ich glaube nicht, dass hier etwas drin ist.“ abgefertigt, wissen die Verbraucherschützer zu berichten. Ein weiterer Tipp ist, auf die Worte „ohne Konservierungsstoffe“ zu achten. Doch auch so kann es sehr lecker schmecken: Den puren Joghurt mit selbstgepflückten Erdbeeren verfeinern. Garantiert ohne Konservierungsstoffe. Wenn’s gar nicht anders geht, muss direkt beim Hersteller nachgefragt werden, falls dieser auf der Verpackung überhaupt angegeben wird. Sachsens Verbraucherschützer werden jedenfalls weiter mit Nachdruck auf eine künftig lückenlose und unmissverständliche Lebensmittelkennzeichnung drängen.
Wer mehr Geheimnisse in Lebensmitteln lüften möchte, kann die in allen 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen e. V. erhältlichen Broschüren „Was bedeuten die E-Nummern“ für 2,80 € oder "Kleines Lexikon der Lebensmittelzutaten" für 3,00 € erwerben.
Weitere Informationen und Ratschläge halten die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen bereit, deren Adressen unter der Rufnummer 01805-797777 zu erfragen sind. Telefonisch sind die Expertinnen montags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0190-797774 für 1,24 € pro Minute für Fachberatungen zu erreichen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15535A.html