Gerade zum bevorstehenden Osterfest hat Lammfleisch Hochsaison. Statt des viele tausend Kilometer weit gereisten Tiefkühlfleischs empfiehlt die Verbraucherzentrale Sachsen den Braten aus der Region. Erst recht, wenn die Schafe „in das richtige Gras“ gebissen haben. Ernährungsexpertin Uta Viertel rat aber, Lammfleisch aus Sachsen rechtzeitig genug vorzubestellen, damit sich die Schäfer auf den Bedarf entsprechend einstellen können. Für interessierte Hobbyköche halten die Ernährungsberaterinnen Adressen sächsischer Erzeuger bereit.
Mit dem Einkauf von Lammfleisch vor Ort werden gleichzeitig wertvolle heimische Kulturlandschaften und Biotope geschützt. Dort leben seltene Pflanzen- und Tierarten, die auf Dauer nur durch Beweidung mit Schafen zu erhalten sind. Solche Biotope werden nicht gedüngt, die Weidetiere wachsen daher langsamer als intensiv gemästete Lämmer. Aus diesem Grund ist ihr Fleisch aromatischer, erst recht, wenn Schafrassen zum Einsatz kommen, die speziell an das magere Futter angepasst sind. Als weiterer Vorteil solcher Beweidungsprojekte ist die Bewahrung bedrohter Haustierassen vor dem Aussterben zu nennen.
Verbraucher, die zu Ostern etwa ein gutes Stück von der Heidschnucke, vom Rhönschaf oder dem Rauwolligen Pommerschen Landschaf ins Rohr schieben, tun sich daher nicht nur selbst etwas Gutes, sondern tragen aktiv zum Natur- und Artenschutz bei. Dies sollte ausreichend Grund für das regionale Lammfleisch sein, das im Vergleich zu Discountangeboten aus der Gefriertruhe zu etwas höheren Preisen angeboten wird.
Die Verbraucherzentrale Sachsen unterstützt die regionale Erzeugung von Lebensmitteln, die mit besonderen Leistungen im Tier- oder Umweltschutz einhergeht.
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