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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

02.07.2003
Die Kräuterzeit jetzt nutzen
Verbraucherschützer raten: Getränke und Speisen aus Wildkräutern sind eine gesunde und schmackhafte Bereicherung

Mit den ersten Wochen des Sommers sind die Kräuter in ihrer vollen Blüte. Frisch lassen sie sich jetzt für Tees und Speisen verwenden. Aber auch für den Winter kann man jetzt gut einen Vorrat an getrockneten Kräutern anlegen.

Die Verwendung von Wildkräutern basiert auf dem traditionellen Wissen ihrer nährenden und wohltuenden Wirkung. Viele Pflanzen enthalten aber auch giftige Wirkstoffe. Deshalb ist die Pflanze beim Sammeln genau zu bestimmen, um Verwechslungen zu vermeiden. Wer sich bei dabei nicht sicher ist, sollte an einer Wildkräuterführung teilnehmen, die von verschiedenen Verbänden angeboten werden. Stellvertretend für viele seien hier das Kloster Sankt Marienstern in der Oberlausitz und der Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. genannt.

Der richtige Erntezeitpunkt ist für einen optimalen Gehalt beispielsweise an ätherischen Ölen entscheidend. Die Tages- wie auch die Jahreszeit üben einen großen Einfluss auf die Inhaltsstoffe aus. Die günstigste Pflückzeit liegt am Vormittag, wenn die Pflanzen von der Sonne bereits getrocknet, aber nicht von der Mittagshitze ausgedörrt sind. Der optimale Pflückzeitpunkt befindet sich unmittelbar vor der Blüte der Pflanzen. Zu dieser Zeit ist der Gehalt an Mineralstoffen in Blättern, Stengeln und Knospen am höchsten. Nach der Blüte lagert die Pflanze die Mineralstoffe in Früchten und Samen ein.

“In Städten und stark besuchten Parks ist die Sammlung nicht zu empfehlen, während eines Wald-, Feld- und Wiesenspazierganges können Erholung und Sammlung dagegen bestens miteinander verbunden werden”, rät Verbraucherschützerein Simone Seiboth.

Sehr wohltuende Getränke lassen sich aus den Blüten und Beeren des Holunders herstellen, wie der bekannte Holundersekt oder der Holundersaft. Auch getrocknet sind diese Blüten und Beeren im Winter eine schmackhafte Bereicherung im Tee.
Selbst die Brennessel, vielerorts ein gefürchtetes (Un-)Kraut, ist für die Ernährung zu empfehlen. Sie ist reich an Vitamin C und Provitamin A und enthält Gerbstoffe und Mineralstoffe. Das Kraut der Brennessel kann wie Spinat verwendet werden, z.B. für Spinat-Lasagne, zur Füllung von Eierkuchen oder Quiches. In frischem und getrocknetem Zustand wird die Brennessel gern als Tee verwendet. Wem der Tee zu sehr nach Wiese schmeckt, kann andere Geschmacksgeber hinzufügen, wie Minze oder Melisse.

Zur Verwendung, Trocknung und Lagerung von Kräutern und Gewürzen bieten die Ernährungsberaterinnen der sächsischen Verbraucherzentrale Hinweise und Informationsmaterial. Die Termine des Infomobils sind auf der Homepage der Verbraucherzentrale Sachsen unter www.vzs.de zu finden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link15735A.html