Wer jetzt ein Hypothekendarlehen aufnehmen will, hat einen günstigen Zeitpunkt erwischt. Während Mitte der neunziger Jahre die Zinsen für ein solches Baudarlehen noch weit über 9 Prozent lagen, bekommt man heute Baugeld von Banken und Sparkassen schon für weniger als die Hälfte davon. Und trotzdem lohnt sich ein Vergleich der Angebote.
Wer bei der Angebotseinholung allein auf den effektiven Jahreszins schaut, macht zwar schon viel aber noch nicht alles richtig. Der Grund dafür liegt darin, dass in die Berechnung des effektiven Jahreszinses nicht alle Kostenbestandteile einfliessen müssen. So bleiben vor allem Nebenkosten wie Schätzgebühren, Bereitstellungszinsen und Teilauszahlungszuschläge außen vor. Besonders können Bereitstellungszinsen ins Gewicht fallen. Solche Zinsen berechnen die Kreditinstitute für den Teil des Gesamtdarlehens, der nach der Darlehenszusage nicht sofort vom Kunden abgerufen wird. Da bei einem Eigenheimbau in der Regel nach Baufortschritt bezahlt wird, sind diese Kosten auch meistens nicht zu vermeiden. Je nachdem jedoch, wann das Geldinstitut mit der Berechnung von Bereitstellungszinsen anfängt, kann es sich um mehrere Hundert oder Tausend Euro handeln.
Der wöchentlich aktualisierte Hypothekenzinsvergleich der sächsischen Verbraucherschützer mit mehr als 50 Anbietern gibt neben den Zinskonditionen auch Auskunft über die wichtigen Nebenkosten. So erfährt man zum Beispiel, wer schon ab dem 2. Monat Bereitstellungszinsen fordert, wer solche Kosten ab dem 4. oder 7. Monat berechnet und wer gar erst noch später für die Bereitstellung des Darlehens Geld haben will. Ebenso gibt es mit dem Vergleich Auskunft darüber, wer auf Teilauszahlungszuschläge und Schätzkosten verzichtet.
Für 2 € ist der vierseitige Hypothekenzinsvergleich in jeder sächsischen Beratungseinrichtung der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich. Er kann auch rund um die Uhr bequem per FAX abgerufen werden. Dafür wählt man die Nummer 01905 55-3110-160 (0,62 €/Min).
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
