"Wer in Leipzig, Chemnitz oder Dresden, Bautzen Hoyerswerda, Riesa, Plauen, Freiberg oder Torgau gerade versucht hat, auf telefonischem Wege Auskünfte von Ämtern und Behörden einzuholen und dabei in "Das Örtliche", Ausgabe 2003/2004, geschaut hat, braucht beim Öffnen der nächsten Telefonrechnung starke Nerven", warnt Renate Janeczek von der Verbraucherzentrale Sachsen. Für einen Fünf-Minuten-Anruf, der überhaupt nichts gebracht hat, sind das immerhin 9,30 EUR gewesen.
Da schimpft man schnell zu Unrecht auf das Rathaus in seiner Stadt. Der Eintrag im "Das Örtliche", der genau vor den Angaben der jeweiligen Stadtverwaltung unter "STADT AUSKUNFT BEHÖRDEN VERWALTUNG KREIS INFO ANGELEGENEHEITEN" auftaucht und mit itelkom GmbH firmiert, führt leider nicht zum Einwohnermeldeamt oder zum Ordnungsamt, sondern zu einer teuren 01908-Nummer für 1,86 Euro pro Minute. Wer sich dennoch darauf einlässt, die zunächst unter einer üblichen Ortsnummer genannte Mehrwertdienste-Rufnummer anzuwählen, landet wieder nur bei einer Bandansage, die über einen "zu großen Besucherandrang" klagt, aber "sämtliche Informationen rund um Ihre Stadt" verspricht, wenn man nur geduldig auf den nächsten freien Call-Center-Sachbearbeiter wartet. Auch dann ,wenn die Pausenmusik verklungen ist, hat leider kein Sachbearbeiter Zeit, sondern nur der Anrufbeantworter, auf dem man seine Frage, den Namen und die Rufnummer für einen Rückruf hinterlassen kann.
"Über diesen Weg wird man keinen Mitarbeiter einer Stadtverwaltung erreichen", sagt die Verbraucherschützerin, "weshalb man diesen Eintrag im örtlichen Telefonbuch unbedingt meiden sollte."
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