Als vor einem Jahr das Hochwasser in die Häuser drang und aufgrund von Stormausfall einerseits der Herd nicht mehr zu nutzen war, andererseits die Tiefkühlgeräte kapituliert hatten, bereiteten viele Sachsen ihre aufgetauten Lebensmittelvorräte auf Grills oder Campingkochern zu. In diesem Jahr kann der Einsatz der Campingausrüstung geplanter vonstatten gehen.
Damit der Campingurlaub gelingt, sollten unbedingt die richtigen Küchenutensilien eingepackt werden. Dazu zählt ein scharfes Messer, ein Schneidbrett, ein Pfannenwender, eine große Pfanne mit Deckel und ein mittelgroßer Topf. Für die richtige Würze reichen Kräutersalz, eine kleine Pfeffermühle und eine Flasche gutes Olivenöl. Zwiebeln und Knoblauch halten im Baumwollbeutel im Vorzelt aufgehängt länger. Auf Getreideprodukte in größeren Mengen sollte der Campingurlauber verzichten, weil diese schnell zur Lieblingsspeise von Ungeziefer werden können. Geht die Reise in Länder mit hohem Preisniveau, lohnt es sich, ein paar Konserven mit Tomaten und Hülsenfrüchten mitzunehmen.
„Auf ausgewogenes und leckeres Essen im Campingurlaub braucht niemand zu verzichten“, meint Uta Viertel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Sie empfiehlt, alle zwei Tage in einem gut sortierten Supermarkt oder auf einem Markt Obst, verschiedene Gemüse, Salat sowie frische Kräuter und Zitronen einzukaufen. Nicht fehlen sollte Fleisch oder Fisch für den Grill. Nicht zu vergessen sind Brot, Brotbelag und Milchprodukte fürs Frühstück.
Am ersten Tag werden die leicht verderblichen Produkte gegessen, beispielsweise Fleisch oder Fisch vom Grill, dazu Salat mit Zitronenmarinade und Grillkartoffeln oder Brot, als Dessert Joghurt und Früchte. Alternativ kann auch ein großer Salat mit Schafskäse oder Räucherfisch serviert werden. Am zweiten Tag wird Gemüse geschmort: Grundlage sind Zwiebeln oder Knoblauch und in Stücke oder Streifen geschnittenes Gemüse; härteres Gemüse kleiner schneiden als weicheres und früher in die Pfanne geben. Wichtig ist, das Gemüse unter Rühren anzuschmoren und mit wenig Flüssigkeitszugabe bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel fertig zu garen.
Der Infothek-Ordner "Camping und Wandern" der Verbraucherzentrale Sachsen gibt weitere Tipps beispielsweise für Gaskocher, Kochgeschirr und Wasserfilter.
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