Der glykämische Index, kurz Glyx genannt, ist eine Maßzahl dafür, wie Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel wirken. Weißbrot, Süßigkeiten und Pommes haben beispielsweise einen hohen Wert und lassen den Blutzuckerspiegel stark ansteigen. Der Körper schüttet daraufhin verstärkt das Hormon Insulin aus, um den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu transportierten. Wurden zu viel Kalorien aufgenommen bewirkt Insulin den Aufbau von Körperfett als Reserve für schlechte Zeiten. Die Autoren verschiedener Diäten zum Abnehmen leiten davon die Empfehlung ab, Lebensmittel mit niedrigem Glyx zu essen. Dazu zählen Salate und Hülsenfrüchte, Obst, Vollkorn- und Milchprodukte sowie Fisch, Fleisch und Eier.
Im Alltag ist diese Diät kompliziert umzusetzen, denn die Blutzuckerwirksamkeit eines Lebensmittels ändert sich in Abhängigkeit davon, womit es kombiniert wird. In Kombination mit Fett, Eiweiß oder Ballaststoffen steigt der Blutzucker langsamer. So wirkt eine Fettbemme anders auf den Blutzuckerspiegel als eine trockene Scheibe Weißbrot. Die Blutzuckerkurve ist zudem abhängig von der Tageszeit, zu der eine Mahlzeit aufgenommen wird und schwankt außerdem noch von Person zu Person.
"Wer abnehmen will, sollte sein Augenmerk nicht allein auf den glykämischen Index richten", rät Uta Viertel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Wenn überhaupt, ist er nur ein Faktor für eine Gewichtsreduktion. Wichtiger sind die Gesamtkalorienmenge, die am Tag verzehrt wird, und ausreichend Bewegung.
Die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen beraten gegen 2,50 € individuell zur Gewichtsabnahme. Zum Nachlesen hält die Verbraucherzentrale Sachsen in allen Beratungsstellen das „ABC der Schlankmacher“, ein Nachschlagewerk zu Diäten, für 9,80 Euro bereit. Auskunft über die Öffnungszeiten der Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen gibt es unter 01805/797777 oder unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de
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