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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

24.11.2004
Strenger Blick für milde Gaben-Sammler

In jedem Jahr werden gerade in der Weihnachtszeit Spenden gesammelt. Die Klingelbeutel auf Straßen und Plätzen oder an der Haustür sind uns wohlbekannt, aber auch im Rundfunk und Fernsehen gibt es viele Sendungen, die die Herzen der Zuhörer und Zuschauer rühren. Abzocker von ehrlichen Spendensammlern zu unterscheiden, fällt manchem schwer. Undurchsichtige Spendenorganisationen drücken oft nur in ihrem eigenen Interesse auf die Tränendrüsen.

Wer sicher sein will, dass seine Spende in die richtigen Hände gelangt, sollte folgende Tipps der sächsischen Verbraucherschützer beherzigen:

  • Man sollte sich möglichst vorher informieren, wer das Geld tatsächlich erhält. So kann man sich schriftlich an das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI), Bernadottestraße 94, 14195 Berlin wenden und erhält innerhalb von etwa 2 Tagen dazu Auskunft. Dort werden Organisationen im humanitär-karitativen Bereich sowie Umwelt-, Natur- und Tierschützer geprüft. 183 förderungswürdige Spendenorganisationen sind bereits registriert und tragen das DZI-Spenden-Siegel. Sie unterziehen sich auf freiwilliger Basis einer jährlichen, intensiven und umfassenden Prüfung durch das DZI. Nach erfolgreichem Abschluss ist den Organisationen das DZI-Spenden-Siegel zuerkannt worden. Die aktuelle Liste mit den Organisationen, die vom DZI ein Spendensiegel erhalten haben, kann in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen eingesehen werden. Sie ist auch unter www.dzi.de im Internet abrufbar.
  • Bei Bargeldsammlungen an der Haustür oder auf der Straße ist es angebracht, sich den Sammlerausweis oder die amtliche Erlaubnis zeigen zu lassen. Nach dem Sächsischen Sammlungsgesetz unterliegt das Sammeln von Geldspenden und geldwerten Leistungen der Erlaubnispflicht. So auch der Verkauf von Waren, der wie eine Haus- oder Straßensammlung durchgeführt wird. Man sollte auch darauf achten, dass Sammeldosen verplombt sind. Besonders stark Mitleid erregende oder gefühlsbetonte Werbung gilt als Kennzeichen unseriöser Organisationen.
  • Vorsicht ist immer geboten, wenn mit der Spende gleich ein Vertrag über eine Fördermitgliedschaft unterschrieben werden soll. In der Regel gibt es da kein Rücktrittsrecht. Oftmals sind auch Mitgliedsbeiträge und Aufnahmepreise ziemlich hoch und die Mitgliedschaften bieten kaum etwas. Deshalb nicht unter Druck setzen lassen und nichts an der Haustür unterschreiben.
  • Oftmals werden Waren an der Haustür angeboten, die angeblich von Schwerbehinderten angefertigt worden sind. Hier sollte man wissen, dass die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für Behinderte zusammengeschlossenen Betriebe nichts an der Haustür oder am Telefon verkaufen.

    Wer mehr zu Spenden wissen will, kann sich an eine der 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden oder montags, mittwochs und donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr das Verbrauchertelefon unter der Nummer 0900-1-797777 (1,24 €/Min. aus dem deutschen Festnetz) anrufen.


    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


  • Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
    Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link192529A.html