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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

17.12.2004
Wenn Teenager Handyschulden haben…
Beim Thema Umgang mit dem Handy sind die Eltern gefragt

Mit flotten Werbesprüchen und Sondertarifen gehen die Mobilfunkbetreiber in diesen Tagen wieder auf Kundenfang. Ohne ein eigenes Handy scheint die Kommunikation unter Teenagern nicht mehr zu funktionieren. Wer dazu gehören will, muss scheinbar mitmachen. Ein Handy-Vertrag ist schnell geschlossen und das Senden von SMS, das Herunterladen von Klingeltönen, Logos und Spielen ist uneingeschränkt möglich. Schnell verliert ein Teenager dabei den Überblick über damit verbundene Kosten. Das monatliche Taschengeld ist schnell aufgebraucht und Jugendliche sind von den Zahlungsverpflichtungen überfordert.

Mehr denn je sind daher die Eltern gefragt, auf das Telefonierverhalten ihrer Kinder Einfluss zu nehmen. Das bloße Anschaffen einer Prepaid-Karte beschränkt zwar die Kosten, garantiert aber noch keinen überlegten Umgang mit der neuen Freiheit. Bei der Anschaffung eines Mobiltelefons ist gemeinsam mit dem Kind zu überlegen, wie ein Mobiltelefon sinnvoll zu nutzen ist. Das Kind sollte verstanden haben, dass viele Angebote z.B. Abonnements für Logos, Klingeltöne und Spiele zwar teuer aber nicht wirklich nützlich sind und in Wahrheit nur unnötig das Taschengeld belasten.

Vor allem ist es ratsam, die versteckten Kostenfallen zu erklären. Auf unaufgeforderte Rückrufaufforderungen oder SMS von unbekannten Absendern sollte prinzipiell nicht reagiert werden. Oftmals verbergen sich hinter dieser Art der Kontaktaufnahme 0190-oder 0900- Nummern oder so genannte Premium-SMS, die sehr oft der Abzocke dienen. Über diese Servicenummern können Dienste wie Preisvergleiche, Erotik, Klingeltöne, Teilnahme an Gewinnspielen und TV-Votings abgerechnet werden, was oft zu stark überhöhten Preisen geschieht und die Handyrechnung schnell in ungeahnte Höhen treibt. In jedem Fall sollte vor der Inanspruchnahme solcher Dienste Klarheit über den Preis bestehen und vor der Beantwortung irgendeiner Nachricht die Absendernummer genau überprüft werden.

Ausführliche Beratung und Information rund ums Telefonieren per Handy und im Festnetz gibt es in den 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen für ein Beratungsentgelt ab 5 Euro. Für kurze Fragen lohnt es sich, das Beratungstelefon der sächsischen Verbraucherschützer anzurufen, an welchem die Experten immer montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr unter 0900-1-797777 für 1,24 Euro pro Minute zu erreichen sind. Neben einem individuellen Beratungsgespräch ist in den Beratungsstellen auch umfangreiches Informationsmaterial zum Thema erhältlich.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link192751A.html