Die neuesten Zahlen belegen es: Mehr und mehr Deutsche streben privates Wohneigentum als Bestandteil der privaten Altersvorsorge an und sparen ihre Miete.
Wirtschaftlich sinnvoll ist Wohneigentum für den Einzelnen aber nur, wenn die finanzielle Belastung, bis das Haus vollständig abgezahlt wurde, durchgehalten wird.
Ein Notverkauf unter wirtschaftlichem Druck, weil die Darlehensraten nicht weiter aufgebracht werden können, bringt dagegen oft große finanzielle Einbußen.
Das historisch niedrige Zinsniveau vor allem bei Krediten über eine Laufzeit von 10 und 15 Jahren erlaubt es immer noch, günstige Darlehen für die Finanzierung eines Eigenheims zu erhalten. Wer zusätzlich staatliche Förderungen in Anspruch nehmen kann, sollte diese unbedingt nutzen. Eine Baufinanzierung sollte aber insbesondere nach dem Auslaufen der Förderung noch auf soliden Füßen stehen. Zu beachten ist weiterhin, dass die nach Auslaufen der Verträge notwendige Anschlussfinanzierung künftig wohl zu ungünstigeren Zinskonditionen führen wird und dass deshalb der Belastungsbetrag sprunghaft steigen kann. Hinzu kommen oft erste größere Reparaturen und Instandhaltungen am Haus, die nach dieser Zeit regelmäßig anfallen und die finanziert werden wollen. Kommen dann noch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder eine Ehescheidung hinzu, sind die Voraussetzungen besonders ungünstig.
Soll ein Haus als Altersvorsorge angeschafft werden, spielen sowohl die gegenwärtigen als auch die zukünftigen Bedürfnisse der Familie eine Rolle und auch immobilienwirtschaftliche Überlegungen sollten angestellt werden.
Mehr Informationen bietet der Vortrag „Altersvorsorge durch Immobilien“, der am 15. Dezember 2004 um 19.00 Uhr im Beratungszentrum Leipzig der Verbraucherzentrale Sachsen, Am Brühl 76, Schulungsraum 122 stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos.
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