Weihnachten gilt als Fest der Liebe, der Gerechtigkeit und der Hoffnung auf eine bessere Welt. Geschenke übermitteln den uns Nahestehenden diese Botschaft. Eine Möglichkeit, auch der ärmeren Weltbevölkerung diesen Hoffnungsgruß zukommen zu lassen, besteht im Kauf von Produkten aus dem Fairen Handel. „Wer zu Produkten aus dem Fairen Handel greift, sichert den Erzeugern ein Mindestmaß an Lebensqualität“, so Uta Viertel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Im Fairen Handel erzielen die Kleinbauern in den Erzeugerländer Preise, die über dem Weltmarktpreis liegen. Dadurch können sie die Produktionskosten sowie ihre Lebenshaltungskosten decken. Im Jahr 2002 erzielte beispielsweise eine peruanische Produktionsgemeinschaft bei Kaffee einen Weltmarktpreis von 47 US $ für den Zentner Arábico. Die Produktionskosten lagen jedoch bei 80 US $. Über den Fairen Handel wurde den Erzeugern 126 US $ ausgezahlt. Sie konnten somit nicht nur die Unkosten decken, sondern auch noch ihre Familien ernähren.
Lebensmittel aus dem Fairen Handel sind Produkte unseres Alltags. Kaffee, Tee, Honig, Bananen, Orangensaft, Schokolade und Kakao sind in gut sortierten Supermärkten und Lebensmittelabteilungen größerer Warenhäuser zu finden. In Eine-Welt-Läden werden darüber hinaus exotische Trockenfrüchte, Fußbälle, Spielzeug, Textilien und vieles mehr angeboten. Bioläden und Reformhäuser führen fair gehandelte Lebensmittel in Bio-Qualität.
Am „TransFair-Siegel“, einem unabhängigen, international einheitlichen Siegel, sind Produkte aus dem fairen Handel zu erkennen“, erläutert Viertel. Einige Lebensmittel tragen das Logo der Importeure des Fairen Handels wie „gepa“, „El-Puente“ oder „dritte welt partner“. Die Preise von Lebensmitteln aus dem Fairen Handel sind zwar etwas teurer als herkömmliche Produkte. Auf die Tasse Kaffee umgerechnet relativiert sich der Betrag aber, so dass die Mehrkosten bei 1,5 Cent liegen.
Nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über leistet die Entscheidung für Produkte aus dem Fairen Handel einen wichtigen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit. „So könnte ein guter Vorsatz für das neue Jahr den Kauf von monatlich zwei Produkten aus dem Fairen Handel umfassen“ schlägt Viertel vor. Lokale Bezugsadressen halten die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen bereit.
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