Verunsichert durch die steigenden Strompreise fragte kürzlich eine Verbraucherin, ob es denn nicht billiger sei, für die Weihnachtsbeleuchtung lieber Kerzen statt der Lichterkette zu nehmen, da der Strom ja so teuer geworden sei. „Ohne nachzurechnen,“ sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, „behaupte ich, dass Kerzen wesentlich teurer sind, als eine elektrische Baumbeleuchtung.“
Als wichtige Größe gilt hier die elektrische Leistung der Lämpchen. Manche sind schon in einer Stärke von weniger als 1 Watt zu haben. Angenommen, man hat eine Lichterkette von 20 Lämpchen, die jeweils 2 Watt aufbringen, dann beträgt die Gesamtleistung der Kette 40 Watt. Damit verbraucht sie so viel Energie, wie eine 40 Watt-Glühlampe. Mit der Energie von 1 kWh, die ca. 20 Cent kostet, könnte damit die Lichterkette 25 Stunden, d.h. mehr als einen Tag lang leuchten.
Und man kann sogar noch mehr sparen, wenn beim Kauf von Lichterketten auf die Leistung der Lämpchen geachtet wird. Wählt man eine Kette mit einer Lämpchenleistung von 1 Watt anstelle von 5 Watt, dann können bei gleicher Lämpchenzahl ca. 80% Energie gespart werden.
Wem dies zu kompliziert ist, der sollte zumindest auf die Verpackung schauen, ob die Gesamtleistung angegeben ist. Bei Außenlichterketten mit Hunderten von Lampen, ist die Gesamtleistung wesentlich höher und kostet dann auch wesentlich mehr.
„Eine elektrische Weihnachtsbaumbeleuchtung ist also die preiswerteste Variante,“ empfiehlt Roland Pause, „und mit Blick auf einen möglichen Wohnungsbrand, verursacht durch die traditionellen Baumkerzen, ist die elektrische Beleuchtung am Weihnachtsbaum auf jeden Fall billiger.“
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