Der Legende nach ließ eine unglücklich verliebte Köchin Hefeteigstücke in siedendes Fett fallen, und der Pfannkuchen war geboren.
Die Wirklichkeit war natürlich anders. Bereits die alten Römer hielten Rezepte für ausgebackene Fettgebäcke mit Honigüberzug in ihren Schriften fest. Aus dem Mittelalter sind eigene Zünfte der Krapfenbäcker überliefert, die ein „Chraphum“ genanntes Gebäck herstellten.
Hier kommt dann auch der Fasching ins Spiel. Feierte man anfangs nur am Vorabend der vorösterlichen Fastenzeit feucht fröhlich, – schließlich leitet sich Fasching aus dem mittelhochdeutschen Wort für „Fassausschank“ her, - dehnte sich die Narrenzeit später auf sechs Tage aus. Damit wollte man sich an den Schöpfungsablauf der Welt anlehnen. Die närrischen Tage begannen am „fetten“ Donnerstag, der heutigen Weiberfastnacht, mit Schlachtfesten und üppigen Mahlzeiten. Der Faschingssamstag trug den Namen „Schmalzsamstag“, da an diesem Tag die Faschingspfannkuchen gebacken wurden. Am darauf folgenden Faschingssonntag wurden die Pfannkuchen verzehrt.
Die Pfannkuchen oder Fasnachtsküchle in ihren unterschiedlichen Formen galten auch als Opferbrot. Nach altem schweizerischem Volksglauben beispielsweise halten Krapfen in Heugarben eingebunden die Mäuse vom Heuboden fern.
Und woher stammt die Bezeichnung „Berliner“ für den Pfannkuchen?
Ein Berliner Zuckerbäcker, der als Kanonier unter Friedrich dem Großen diente, soll 1758 zum ersten Mal ein rundes Hefefettgebäck hergestellt haben.
Allerdings beansprucht die österreichische Küche hier den Vorrang. In der Bäckerei der Cäcilie Krapfen buk man schon 60 Jahre früher die „Cili-Kugel“, für die sich später der Name „Krapfen“ einbürgerte.
Heute werden mehrere Dutzend verschiedene Fettgebäcke verzehrt. Und das nicht nur zum Fasching.
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