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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

02.02.2005
So wird betriebliche Altersvorsorge ein Erfolg

Betriebliche Altersvorsorge wird in aller Munde gelobt, doch nur wenn bei der Anbieter- und Produktauswahl sowie der Vertragsgestaltung verschiedene Punkte beachtet werden, wird sie für den Einzelnen tatsächlich zum Erfolg. Andernfalls drohen auch in diesem Bereich hohe finanzielle Verluste.
Seit 2002 haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Teil ihres Lohns oder Gehalts in eine spätere Betriebsrente umzuwandeln. Dies geschieht derzeit am häufigsten bei einer Pensionskasse oder mittels einer Direktversicherung. Das hat dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren viele Pensionskassen neu gegründet wurden. Doch nicht immer ist das Neue gleichzeitig das Bessere. Häufig werden von den neuen Anbietern gezillmerte Tarife angeboten. Bei denen werden die Einzahlungen der ersten ein bis drei Jahre mit den Abschlusskosten des Vertriebes verrechnet. Diese Produkte sind für Arbeitnehmer mit hohem Arbeitsplatzrisiko eine echte Gefahr, weshalb man im Zweifelsfall besser auf sie verzichten sollte. Denn wer seinen Arbeitsplatz in den ersten Sparjahren verliert, ist oft nicht nur seinen Job los, sondern auch noch einen Teil oder sogar den gesamten Betrag des eingezahlten Geldes.
Weiter sollten Arbeitnehmer darauf achten, wie flexibel der angebotene Tarif ist. Denn auch wer seinen Job behält, möchte vielleicht später seinen Beitrag aus finanziellen Gründen reduzieren oder zeitweise aussetzen, ohne seine Versorgung zu verlieren oder mit Zusatzkosten belastetet zu werden.
Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Abschluss- und die laufenden Kosten so niedrig wie möglich sind. Hohe Kosten schmälern die Rendite deutlich. Wie hoch künftig die Betriebsrente ausfällt, hängt auch ganz wesentlich von der Kalkulation des Anbieters ab. Dabei spielen die verwendeten Sterbetafeln, die die Lebensdauer der Versicherten berücksichtigen, ein besondere Rolle. Einige Anbieter rechnen immer noch auf Basis der Zahlen von 1994. Diese sind jedoch überholt. Neue Sterbetafeln berücksichtigen eine längere Lebenserwartung.

All diese Informationen benötigen Verbraucher, bevor sie sich mit einer Unterschrift vertraglich binden. Man sollte sich deshalb vor Vertragsabschluss die geltenden Versicherungsbedingungen aushändigen lassen und das Kleingedruckte sorgfältig studieren. Wer dazu Fragen hat, kann sich auch an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden. Anschriften und Öffnungszeiten der Beratungseinrichtungen erfährt man am Auskunftstelefon unter 01805/79 7777 für 0,12 €/Min.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link193139A.html