Wer sich über die mickrigen Zinsen von derzeit 3 Prozent bei Banken und Sparkassen ärgert, sollte seinen Blick einmal auf die Angebote der Bausparkassen richten. Zwar ist das Grundanliegen des Bausparens immer noch die Baufinanzierung, doch schon längst haben clevere Verbraucher erkannt, dass sich ein Bausparvertrag derzeit auch allein als Geldanlage bestens eignen kann. Dabei sollte das Produkt gerade auch in das Blickfeld älterer Menschen gerückt werden. Rentner liegen in der Regel unter den Einkommensgrenzen für die Gewährung der Wohnungsbauprämie. Wer sämtliche staatliche Zulagen bekommt, kann bei günstiger Vertragsgestaltung sogar Renditen über 6 Prozent erzielen.
Dabei sind ein paar Grundregeln zu beachten. Zuerst sollte eine Bausparkasse mit einem Tarif ausgewählt werden, der neben einer akzeptablen Grundverzinsung – mindestens 2 Prozent – auch noch einen Bonuszins auf die Einzahlungen vorsieht. Gut ist es zudem, wenn die Bausparkasse die Abschlussgebühr am Ende zurückerstattet und während der Laufzeit nur geringe oder keine Kontoführungsgebühren erhebt. Um in den Genuss der staatlichen Förderungen zu kommen, muss man allerdings nicht nur unter den gesetzten Einkommensgrenzen bleiben, sondern grundsätzlich auch eine Vertragslaufzeit von 7 Jahren in Kauf nehmen. Stirbt der Bausparer vor Ablauf dieser Frist, geht nichts verloren. Der Erbe kann den Vertrag fortführen oder sich vorzeitig auszahlen lassen, ohne dass die staatlichen Prämien verloren gehen.
In punkto Sicherheit ist das Baussparen ebenfalls eine gute Anlage. Die Bausparkassen verfügen über eigene freiwillige Einlagensicherungseinrichtungen, so dass das angesparte Geld der Verbraucher nicht verloren gehen kann.
Da die Bundesregierung die staatlichen Zulagen im Zusammenhang mit der Steuerreform eventuell ab 2004 kürzen oder streichen will, empfehlen Sachsens Verbraucherschützer, jetzt über den Abschluss eines Bausparvertrages nachzudenken. Für Verträge, die bis zum Jahresende abgeschlossen werden, ist nach aktuellem Stand eine Übergangsregelung geplant, wonach die Prämien noch bis 2009 an die Bausparer fließen sollen. Die Verbraucherzentrale Sachsen berät in ihren Beratungsstellen auch zu den Kriterien für die staatliche Förderung, wie z.B. die Höhe der Einkommensgrenzen, und zu günstigen Angeboten.
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