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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

04.04.2005
Verbraucherzentrale Sachsen hat 15. Geburtstag

Arbeit soll in diesem Jahr weiter verbessert werden

Statistisch gesehen hat jeder Bürger im Freistaat die Verbraucherzentrale Sachsen in den 15 Jahren ihres Bestehens mindestens schon einmal besucht. Am 5. April 1990 wurde sie aus der Taufe gehoben. Gegenüber dem Gründungsjahr hat sich die Zahl der Ratsuchenden mit fast 400.000 Ratsuchenden im letzten Jahr mehr als verzehnfacht.

„Die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich ganz unmittelbar in der Beratungsnachfrage wider“, sagt Joachim Betz, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen.
Hatten die Sachsen noch vor 15 Jahren vor allem Probleme mit fliegenden Händlern, mit Kaffeefahrten oder Drückerkolonnen, geht es heute beispielsweise um Händler, die berechtigte Reklamationen ihrer Kunden innerhalb der neuen zweijährigen Sachmängelhaftung abwiesen oder öffnen sich immer wieder Kostenfallen im Internet, die zu Telefonrechnungen im drei- und vierstelligen Euro-Bereich führen.

„Wir sind daher gefordert“, so Betz, „uns immer wieder schnell auf neue Entwicklungen und Fragen einzustellen, um Ratsuchenden kompetent und anbieterunabhängig Hilfestellungen und rechtlichen Rat geben zu können oder zur Vorsorge und Eigenverantwortung zu motivieren.“ Themen wie die private Altersvorsorge oder die Absicherung gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit sind dafür aktuelle Beispiele.

Darüber hinaus macht Joachim Betz deutlich, dass die Verbraucherzentrale Sachsen nicht nur auf Beratung und Information setzt, sondern auch darüber wacht, dass Verbraucherinteressen in immer komplexer strukturierten Märkten nicht auf der Strecke bleiben. So haben sich die Verbraucherschützer im letzten Jahr in Gesprächen mit dem Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband dafür eingesetzt, dass Rückerstattungsansprüche aus variabel verzinsten DDR-Altkrediten auch erfüllt werden. Dafür wurden in den Beratungseinrichtungen allein im Jahr 2004 rund 1200 Überprüfungsberechnungen durchgeführt und ein Erstattungsvolumen von mehr als 1,5 Millionen Euro errechnet. Tatsächlich dürfte diese Summe noch höher liegen, da bisher nicht jeder Betroffene die Hilfe der Verbraucherschützer in Anspruch genommen hat.

Noch effizienter, noch moderner will die Verbraucherzentrale Sachsen zukünftig für die Verbraucher werden. Dazu erarbeitet sie derzeit ein Konzept, das ab Sommer 2005 umgesetzt werden soll.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link194675A.html