Sachsens Verbraucherschützer empfehlen, die missbrauchten Rufnummern der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post mitzuteilen
Immer wieder macht unerwünschte Werbung für den Fax-Abruf von ALDI- und LIDL-Listen mit dort zum Billig-Preis geführten Markenprodukten die Runde. So wirbt beispielsweise die Redaktion eines Unternehmens namens „Verbraucher Spezial“ für den Abruf der Listen per Fax und nennt im Kleingedruckten den Preis von 1,86 €/Min. aus dem deutschen Festnetz für die neun Seiten umfassende Liste. Auch eine Firma namens „Verbraucher/Info/Verlag“, ein „Dr. Gerrit Homburg“ und ein Unternehmen namens „FGL - Ihr Informationsverlag“ werben für den Faxabruf der ALDI und LIDL-Produktlisten.
„Das ist kein Tipp für Sparfüchse“, weiß Evelin Voß, TK-Expertin bei der sächsischen Verbraucherzentrale. „Die Listen stammen nicht von den betreffenden Unternehmen und sind grafisch oft so gestaltet, dass ihr Abruf per Fax bis zu einer Stunde dauern kann, und dann tauchen auf der nächsten Telefonrechnung dafür leicht über hundert Euro auf. Dabei kann man die Listen aus dem Internet kostenlos herunterladen.“
Die Faxabrufe werden zumeist mit 0190-8-Rufnummern (1,86 Euro pro Minute) beworben, jedoch seit Neuestem auch mit 0900-5-Nummern, die frei tarifierbar sind. Die Betreiber sitzen vermutlich im Ausland.
Sachsens Verbraucherschützer empfehlen Empfängern von derartigen unverlangt zugesandten Werbemitteilungen, die missbrauchten Rufnummern der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post mitzuteilen, denn diese hat auf der Grundlage des § 67 des Telekommunikationsgesetzes die Befugnis, gegen eine derartige, rechtswidrige Bewerbung von Rufnummern vorzugehen. Dazu sollten der Regulierungsbehörde die erhaltenen Faxe oder Werbemails mit einer kurzen Sachverhaltsdarstellung und der Bitte um Einschreiten der Behörde unter der Fax-Nummer 06321 / 934-111 oder an die e-Mail-Adresse Rufnummernspam@regtp.de zugesandt werden.
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