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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

25.04.2005
Hochprozentiges in Frikassee und Fertigsoßen

Lebensmittel enthalten oft Alkohol – Klarheit verschafft nur das Etikett

Der Tanz in den ersten Mai verlockt zum fröhlichen Trinken. Alkohol ist bei fröhlichen Feiern und festlichen Anlässen nahezu immer mit dabei. Aber auch ohne Feierlichkeit wird gerne ein guter Tropfen genossen oder ein Feierabendbier zur Entspannung getrunken. Bedenklich an dem Alkoholkonsum ist, dass mehr als 10 % der Deutschen Alkohol in einer gesundheitsgefährdenden Menge trinken.

Missbrauch und Abhängigkeit beginnen fast immer unspektakulär. Je früher Kinder und Jugendliche beginnen, Alkohol zu sich zu nehmen, desto größer ist die Gefahr, dass sie Alkohol später gewohnheitsmäßig trinken oder von ihm abhängig werden. „Die frühe Gewöhnung an den Geschmack von Alkohol erhöht das Risiko einer späteren Abhängigkeit“, warnt Uta Viertel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Eine Gefahr dafür liegt auch in bestimmten Lebensmitteln, denen Alkohol zugesetzt ist. Und die Produktpalette ist groß. Süßigkeiten, Speiseeis, Fleischgerichte wie Hühnerfrikassee, Fertigsoßen etc. können Alkohol oder Alkoholaromen enthalten. Diese sind in der Zutatenliste auf der Verpackung anzugeben. Alkohol ist nicht immer direkt als „Alkohol“ deklariert. Er kann sich hinter Begriffen wie Amaretto, Arrak, Calvados, Ethanol, Grappa, Marillenbrand etc. verbergen.

Bei Waren, die unverpackt abgegeben werden, entfällt die Kennzeichnungspflicht. Dazu zählen Einkäufe an Fleischtheken oder in Bäckereien. In Restaurants, Kantinen und an Imbissständen besteht ebenfalls keine Kennzeichnungspflicht von Alkohol auf der Speisekarte. Hier hilft nur, nachzufragen.

Einige Lebensmittel enthalten von Natur aus Alkohol. Kefir und Fruchtsäfte zählen dazu. „Für Kinder und Jugendliche ist dies völlig unbedenklich“, weiß die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Der Anteil im Lebensmittel ist so klein, dass er nicht geschmeckt werden kann.“

Mehr dazu kann man in der Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale Sachsen erfahren (Auskunftstelefon: 01805-797777/0,12 €/Min.).


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link195219A.html