Verbraucherzentrale Sachsen bietet umfangreiches Informationsmaterial
Bei frühlingshaften Temperaturen wartet die Zecke, auch Holzbock genannt, auf dem Boden, in Sträuchern und Büschen oder im Unterholz auf ein geeignetes Opfer. Betroffen sind in erster Linie Waldtiere, Haustiere, wie Hunde und Katzen, und natürlich auch der Mensch.
Beim Menschen lassen sich die Zecken bevorzugt auf unbekleidete Körperregionen fallen. Von dort aus wandern sie zu Körperstellen, die warm, feucht und weich sind wie z.B. die Kniekehle oder der Haaransatz.
Hat eine Zecke zugebissen, so besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger übertragen werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME), besser als „Hirnhautentzündung“ bekannt, und der Borreliose (Lyme-Krankheit).
Die Übertragung des FSME-Virus kommt meist nur in Risikogebieten vor. Zu den Risikogebieten zählen z.B. Österreich, Tschechien und einige polnische Gebiete. In Deutschland sind es neben Bayern und Baden-Württemberg inzwischen auch Thüringen und Hessen.
Gegen die FSME gibt es aber immerhin eine Impfung. Es ist eine Dreifachgrundimpfung. Nach der Startimpfung wird nach ca. vier Wochen erneut geimpft und ein drittes Mal nach 9-12 Monaten. Anschließend genügen einmalige Auffrischimpfungen im Drei-Jahres–Rhythmus.
„Diese Impfung gehört leider nicht zu den Schutzimpfungen, die von jeder Krankenkasse bezahlt werden“, sagt Ulrike Dzengel von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Die Krankenkassen können aber in ihren Satzungen die Kostenübernahme festlegen. Deshalb ist es ratsam, sich vor der Zeckenimpfung mit seiner Krankenkasse in Verbindung zu setzen“, empfiehlt die Verbraucherschützerin.
Gegen die Borreliose gibt es noch keine Impfung. Hier ist die Ansteckungsgefahr wesentlich größer, da sie sich nicht auf Risikogebiete beschränkt. Bei einem Zeckenstich hilft nur das Beobachten der Einstichstelle nach Entzündungsmerkmalen, denn bei einer frühzeitigen Behandlung kann diese Krankheit noch ausheilen.
Im Informationsmaterial der Verbraucherzentrale Sachsen findet man wichtige Tipps, wie man sich gegen die kleinen Blutsauger schützen kann und was zu beachten ist, wenn eine Zecke zugebissen hat.
Die Information (5 Seiten) ist in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen und im Internet als Download (www.verbraucherzentrale-sachsen.de) erhältlich.
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