Vor Vertragsabschluss bei Verbraucherschützern informieren
Das Jahr 2005 wird für Anleger auf dem Grauen, also dem nicht staatlich überwachten Kapitalmarkt sehr wahrscheinlich wieder einmal ein besonders verlustreiches Jahr. Allein in den ersten 5 Monaten des Jahres wurden Milliarden Euro in den Sand gesetzt. Sächsische Verbraucher sind in besonderem Maße betroffen. Zu den Schwarzen Schafen unter den Anbietern gehören zum Beispiel die ABEK Anlageberatung (Lichtenstein) und die Phoenix Kapitaldienst GmbH (Frankfurt/M.). Bei diesen Gesellschaften ist fraglich, ob die Kundengelder überhaupt angelegt wurden.
Zudem tragen aber auch verschiedene Firmeninsolvenzen, wie etwa die in der Falk-Gruppe (München) und die der FMK Finanzdienstleistung GmbH (FMK-Fondscenter, Chemnitz) zur Geldvernichtung bei. In all diesen Fällen müssen die Betroffenen damit rechnen, nur wenig oder gar nichts von ihrem Geld wiederzusehen. Das ist besonders bitter, wenn die Anlage eigentlich der Altersvorsorge galt.
Verbraucher können sich vor solchen Verlusten jedoch schützen, wenn sie vor Vertragsabschluss das Anlageangebot von den sächsischen Verbraucherschützern prüfen lassen und deren Rat befolgen. So hatte die Verbraucherzentrale Sachsen beispielsweise schon in den neunziger Jahren vor dem Phoenix-Angebot gewarnt. Und wer sich vorab über die Genussscheine des F.M.K.- Fondscenters oder die geschlossenen Immobilienfonds der Falk-Gruppe informierte, wusste, welche Verlustrisiken mit den Angeboten verbunden sind. Auch wer sich erst kurz nach Abschluss des Vertrages bei der Verbraucherzentrale Sachsen beraten lässt, kann Fehlentscheidungen häufig noch korrigieren. Später kann hingegen oft nur noch zur Schadenminimierung beigetragen werden.
Derzeit orientieren deutsche Anbieter des Grauen Kapitalmarkts speziell auf den Vertrieb von Unternehmensanleihen, Genussscheinen, Genossenschaftsbeteiligungen und Inhaberschuldverschreibungen. Dazu kommen Angebote von Anbietern mit Sitz im Ausland, etwa in Liechtenstein oder den USA. Nicht immer ist überhaupt erkennbar, wie das von den Verbrauchern eingesammelte Geld angelegt werden soll. Die Verlustrisiken sind entsprechend hoch.
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