Angebot in großem Maße erweitert: Neue Öffnungszeiten und Terminvergabe schaffen zusätzliche Beratungsmöglichkeiten
Zukunft braucht Herkunft und Sachsens Verbraucherschützer wollen auch weiterhin, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, flächendeckend im Freistaat als Ansprechpartner für ihre sächsischen Landsleute zur Verfügung stehen. „Dabei orientieren wir uns noch mehr an den Bedürfnissen der Ratsuchenden“, sagt Joachim Betz, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen, „und wollen vor allem unser Angebot in großem Maße erweitern.“
So wird es ab Juli 2005 grundlegende Veränderungen in allen 13 Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen geben. Wurde bisher nur an vier Wochentagen Beratung angeboten, öffnen die drei Beratungszentren in Chemnitz, Dresden und Leipzig künftig von Montag bis Freitag ihre Tore. Die Beratungszeiten erhöhen sich dabei um jeweils acht Stunden pro Woche. Entsprechend den Wünschen vieler Ratsuchender wird bis auf zwei Ausnahmen auch in den anderen Beratungsstellen jetzt dienstags Rat und Hilfe angeboten, während freitags dann geschlossen ist. „Sachsenweit können wir so insgesamt ein Plus von 27 Stunden Öffnungszeit pro Woche zusätzlich vorweisen“, stellt der Verbraucherschützer klar. „Damit lassen sich nicht nur unangenehme Wartezeiten entscheidend verringern, auch die Beratungsqualität wird weiter gewinnen.“
Diesen Zielen dient auch die Einführung einer Terminberatung in allen Beratungseinrichtungen. So können Ratsuchende, die eine Beratung bei den sächsischen Verbraucherschützern gern vorab planen möchten, jetzt über das Zentrale Servicetelefon unter der Nummer 01805/79 77 77 (0,12 €/Min.) montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr einen Termin buchen. Wartezeiten von ein und sogar zwei Stunden werden dann der Vergangenheit angehören. „Wer ohne Absprache kommt, wird natürlich auch beraten“, versichert Betz, „jedoch haben Ratsuchende mit Termin Vorrang.“ Sachsenweit werden so insgesamt 251 Stunden zusätzlich pro Woche für Terminbuchungen bereitgehalten. „Für jede Beratungsstelle haben wir dazu ein passfähiges Modell erarbeitet“, ergänzt der Verbraucherschützer.
Selbst wenn die Nachfrage in den Beratungsstellen, so zeigen die Erfahrungen der Verbraucherschützer in den letzten Jahren, zahlenmäßig nicht zurückgegangen ist, informieren sich zunehmend mehr Menschen zu Verbraucherfragen auch im Internet. Mit einer neu gestalteten Homepage, einem barrierefreien Zugang für hör- und sehgeschädigte Ratsuchende und einem Angebot von derzeit mehr als 40 kostenlosen Downloads folgen die Verbraucherschützer diesem Trend. Dabei findet man hier sehr viel Wissenswertes zu Bankenentgelten, zum Wechsel der Krankenkasse oder kann sich einen stets aktuellen Bauzinsvergleich herunterladen. „Wer sich auf diese Weise selbst informiert und nach Antworten auf seine Fragen sucht“, sagt der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen, „soll – so unser Grundsatz – kaum mit Kosten rechnen müssen.“
Auch wenn die sächsischen Verbraucherschützer ab Juli 2005 in den kleineren, weniger stark besuchten Beratungsstellen in Aue, Riesa, Torgau und Weißwasser zwar die Öffnungszeiten reduzieren, werden jedoch insgesamt weit umfangreichere Beratungsmöglichkeiten frei. „Zusätzliche Reserven dafür bietet vor allem die Terminberatung, die gegenüber der bisherigen so genannten Vorhalteberatung die Effizienz unserer Tätigkeit weiter steigern soll“, informiert Betz. Über die Offerte, vorab einen Termin zu buchen, können Beratungen entsprechend den Wünschen der Verbraucher jetzt viel stärker als bisher sogar zu Zeiten angeboten werden, in denen die Beratungseinrichtung bisher geschlossen war.
Ähnliche Überlegungen gibt es bei den derzeit 10 Beratungsnebenstellen, die von den Mitarbeitern der insgesamt 13 Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen einmal monatlich zusätzlich mit betreut werden. „Nur die Hälfte davon - Freiberg, Mittweida, Zittau, Oschatz und Großenhain - wird Ende 2005 noch tätig sein“, räumt der Verbraucherschützer ein. „Um größere Effekte zu erzielen, wollen wir die Kommunen mehr in unsere Vor-Ort-Arbeit einbinden.“ Neben logistischer Unterstützung geht es dabei auch um eine bessere technische Ausstattung dieser Beratungsnebenstellen.
Veränderungen planen die sächsischen Verbraucherschützer ebenfalls bei der telefonischen Beratung unter der Mehrwertdienste-Rufnummer 0900-1-79 77 77 (1,24€/Min.). Da dieses Angebot in letzter Zeit weniger genutzt wurde, wird es ab Juli 2005 an den drei dafür vorgesehenen Tagen Montag, Mittwoch und Donnerstag jeweils um eine Stunde und so von bisher 18 auf 15 Wochenstunden geringfügig reduziert. Erfreulich für Verbraucher, die am Telefon gern mehr zu Lebensmitteln und zu Ernährungsfragen wissen möchten, ist die Entscheidung, solche Beratungen ab Juli unter der kostengünstigeren Rufnummer 01805/791352 (0,12 €/Min.) anzubieten.
Mit der Unübersichtlichkeit der Märkte wachsen auch die Erwartungen der Menschen an die Verbraucherzentrale Sachsen. „Obwohl wir nicht zu allen Fragen des Alltags Rat und Hilfe anbieten können“, so der Verbraucherschützer, „wollen wir unser Angebot erweitern und ab Juli Gesamt-Effektivzinsberechnungen bei Kombinationsfinanzierungen und zu einem späteren Zeitpunkt Mietrechtsberatung anbieten. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.“
Die Wünsche vieler Ratsuchender, für ein vergleichsweise geringes Entgelt guten Rat und Hilfe bei der Verbraucherzentrale zu bekommen, werden auch künftig erfüllt. „Es wird trotz knapper Kassen in diesem und im nächsten Jahr keine Preiserhöhungen bei uns geben“, verspricht Joachim Betz, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen.
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