Prokon Unternehmensgruppe wirbt für risikoreiche Geldanlage
In den letzten Wochen bekamen viele Sachsen zum Beispiel zusammen mit ihrer Tageszeitung einen Flyer der Prokon Unternehmensgruppe (Itzehoe) ins Haus. Mit überdurchschnittlich hohen Zinsen werden Anleger gelockt. Darüber hinaus suggerieren die Aussagen „6 % Mindestverzinsung“ und „Mehr als nur ein Sparbuch“, dass es sich um eine risikolose Anlage handelt. Sachsens Verbraucherschützer sehen das anders und raten zur Vorsicht.
Die Gesellschaft betätigt sich im Bereich regenerativer Energien. Nach eigenen Angaben befasst sie sich dabei mit der Planung, Realisierung, Finanzierung und Betriebsführung von Projekten zur umweltfreundlichen Energieerzeugung. Insbesondere geht es ihr um die Nutzung von Windenergie. Damit werden speziell auch potenzielle Anleger mit ökologischem Bewusstsein angesprochen.
Über die Risiken der Anlage schweigt man sich im Flyer jedoch weitgehend aus. Dazu wird im Kleingedruckten auf die Vertragsbedingungen verwiesen. Aus Verbraucherschutzsicht besteht dabei die Gefahr, dass die potenziellen Anleger die Regelungen zu den Risiken nicht mehr wirklich wahrnehmen. Deshalb weisen die sächsischen Verbraucherschützer darauf hin, dass neben der Chance auf hohe Zinsen tatsächlich auch das Risiko eines hohen finanziellen Verlustes besteht. Auf die 6-prozentige Mindestverzinsung sollte sich keiner versteifen, denn die Vertragsbedingungen sehen zugleich auch eine Verlustbeteiligung vor. Im schlechtesten Fall kann das gesamte eingezahlte Geld für den Anleger verloren sein. Fachpresse und Rechtsanwälte haben das Angebot bisher kritisch bewertet.
Wer sich anbieterunabhängig zu diesen und anderen Angeboten des Grauen Kapitalmarktes informieren will, findet bei der Verbraucherzentrale Sachsen die richtigen Ansprechpartner.
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