Kunden der Deutschen Telekom betroffen
Erst jüngst warnten die sächsischen Verbraucherschützer Bank- und Sparkassenkunden vor Phishing-Mails, mit welchen ihre persönlichen Kontozugangsdaten vom heimischen Computer „gefischt“ werden können.
Nun sind die Kunden der Deutschen Telekom betroffen, die ihre Telefonrechnung online geordert haben. Sie erhalten mit Absender-Angabe „Deutsche Telekom AG“ eine E-Mail, die ihnen einen ungewöhnlich hohen Rechnungsbetrag für den Monat Januar 2005 offeriert. Wer dann verschreckt auf den in der Mail enthaltenen Link klickt, unter welchem die Rechnung einzusehen ist, landet tatsächlich auf der echten Telekom-Seite. Wie das Online-Magazin www.heise.de am 20. Juli 2005 berichtet, bemerkt man dabei jedoch nicht, dass ein versteckter Frame im Hintergrund versucht, den Computer über Schwachstellen des Internet-Explorers zu infizieren. Über diese Lücken versucht die Webseite, vom User unbemerkt, aus dem Internet Software nachzuladen und zu installieren. Diese so genannten Trojaner könnten möglicherweise bei späteren Internetbesuchen aktiv werden, um zum Beispiel heimlich weitere Software nachzuladen. Diese könnte Phishing-Funktionen enthalten, mit denen dann die Kontozugangsdaten ausspioniert werden.
Sachsens Verbraucherschützer empfehlen Verbrauchern, die ihre Telefonrechnung online erhalten, bei ungewohnt hohem Rechnungsbetrag keinesfalls auf den angegebenen Link in der E-Mail zu klicken. Stattdessen sollten sie die E-Mail ausdrucken und sich mit der zuständigen Rechnungsstelle der Deutschen Telekom in Verbindung setzen, um den Sachverhalt zu klären.
Weitere Informationen und Beratung gibt es in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen. Am Zentralen Service-Telefon 01805-79 77 77 kann montags bis freitags von 9 – 16 Uhr ein Beratungstermin vereinbart werden (12 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz).
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
