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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

01.08.2005
Fernreisen ohne Bauchschmerzen

Verbraucherzentrale Sachsen gibt Tipps zum Essen in den Tropen und Subtropen

Bei Reisen in tropische und subtropische Gegenden besteht ein erhöhtes Risiko für Magen- und Darminfektionen und Verdauungsstörungen. Einerseits können sich exotische Gerichte und sehr scharfe Gewürze als – zumindest anfänglich – unbekömmlich erweisen. Andererseits bieten Hitze, hohe Luftfeuchte, mangelnde Kühlmöglichkeiten und teilweise niedrigere Hygienestandards als in Europa Krankheitserregern ideale Möglichkeiten, sich zu vermehren. „Es ist auf Fernreisen immer zu berücksichtigen, dass der Körper an andere Lebensbedingungen gewöhnt ist, als sie im Urlaubsland üblicherweise herrschen“, sagt Dr. Birgit Brendel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Zur Sicherheit gehören durchfallhemmende Medikamente in die Reiseapotheke (Absprache mit dem Hausarzt).

Zur Vermeidung von Verdauungsproblemen sollten einige grundlegende Empfehlungen zum Umgang mit dem Essen beachtet werden:

Alle frisch zubereiteten und gut durchgegarten Speisen sind mikrobiell unproblematisch.

Rohe oder halbrohe Gerichte aus Fleisch und Fisch sollten aber gemieden werden (z. B. „blutige“ Steaks), ebenso alle Zubereitungen, die rohe Eier enthalten (können) wie Mayonnaise, Tiramisu, Zabaione u.ä.

Rohes Obst und Gemüse müssen sehr gründlich mit einwandfreiem Wasser (abgepackt oder abgekocht) gewaschen werden. Obst (wenn möglich) kurz vor dem Verzehr schälen. Gemüse sind empfehlenswerter als Blattsalate, denn in den Blattrippen kann Spülwasser zurückbleiben.

Leitungswasser direkt aus dem Hahn ist als Getränk nicht empfehlenswert, daher sollte auf abgepacktes Wasser oder abgekochtes Wasser zurückgegriffen werden.

Auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden, da nicht sicher ist, ob das dafür verwendete Wasser einwandfrei ist.

Zusammengefasst ergibt sich die Faustregel: „Koch es, schäl es oder vergiss es.“

„Tritt trotzdem eine Magen- Darmverstimmung auf, muss sehr viel getrunken werden, gegebenenfalls mit einer Prise Salz versetzt, um die Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste auszugleichen“, empfiehlt die Verbraucherschützerin. Stabilisiert sich der Zustand nach zwei Tagen nicht, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Insbesondere kleine Kinder benötigen schnell ärztliche Hilfe, da hier die Gefahr der Austrocknung groß ist.

Die Beraterinnen der Verbraucherzentrale geben jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 10 – 16 Uhr unter der Rufnummer 0180 579 13 52 (0,12 € pro Minute) gern Auskunft zu allen Fragen, die das Essen und Trinken auf Reisen betreffen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link197289A.html