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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

22.08.2005
Schulhefte können Wälder schützen

Sachsens Verbraucherschützer und Initiative 2000 plus geben Tipps zum Schulanfang

Nach den Sommerferien heißt es in den Schulen wieder: „Hefte raus!". Auch im neuen Schuljahr wird eine Menge Papier zum Einsatz kommen: Schulhefte, Schreibblöcke, Schnellhefter, Stundenpläne. Die Verbraucherzentrale Sachsen und die „Initiative 2000 plus – Schulmaterialien aus Recyclingpapier“, eine bundesweite Kooperation aus Umweltorganisationen, Verbraucherverbänden und Kommunen, informieren, worauf man beim Einkauf achten sollte, um nicht unfreiwillig zur Zerstörung von Wäldern beizutragen. Die einfache Lösung heißt: Recyclingpapier.

Mehr als 90 Prozent aller Schulhefte sind heute aus frischem Zellstoff hergestellt, für den Bäume gefällt wurden. „Ein Großteil dieses Zellstoffs wird importiert, vor allem aus Skandinavien, Russland und Kanada, wo naturferne Intensiv-Forstwirtschaft betrieben wird oder immer noch Urwälder im Kahlschlagverfahren abgeholzt werden. Sogar Papier aus Raubbau in tropischen Regenwäldern kommt zunehmend nach Deutschland“, weiß Evelin Voß von der sächsischen Verbraucherzentrale.

Um zu verhindern, dass noch mehr Wälder für Papier zerstört werden, setzen sich Umwelt- und Verbraucherschützer dafür ein, dass Schulklassen auf Recyclingpapier umsteigen. Schon über 32.000 Schüler machen mit bei der Aktion „Wir setzen Zeichen – Schulen pro Recyclingpapier“. Der starke Zuspruch der vielen Schüler hat scheinbar jetzt auch Handel und Hersteller wieder vom Recyclingpapier überzeugt, wie eine Recherche ergab. Einige Hersteller haben wieder angefangen, die umweltfreundlichen Hefte zu produzieren, und viele Supermarkt- und Drogerieketten starten zum Schulanfang Aktionen mit Schulmaterialien aus Recyclingpapier.

Wer nicht weiß, wo er in seiner Nähe Schulhefte aus Altpapier findet, kann sich mit wenigen Klicken im Internet unter www.treffpunkt-recyclingpapier.de informieren.

In den Sommermonaten wird über die Hälfte aller Schulmaterialien eines Jahres gekauft. Da ist es wichtig, sich gerade jetzt für umweltfreundliche Schulmaterialien zu entscheiden. Welche Hefte die richtigen sind, lässt sich einfach erkennen: am Blauen Engel. Dieses weltweit älteste Umweltzeichen garantiert, dass das Produkt zu 100 Prozent aus Altpapier besteht und eine einwandfreie Qualität hat. „Sorgen wegen der Qualität des Recyclingpapiers sind lange überholt“, meint Evelin Voß. „Es hat längst eine gleich gute Qualität wie Papier aus Primärfasern. Das Papier von Schulheften ist hell, tinten- und radierfest, und Kopierpapier läuft problemlos in allen Geräten.“

Nicht zu empfehlen sind hingegen Schulhefte ohne Zeichen oder mit dem weit verbreiteten Hersteller-Siegel „Aqua Pro Natura / Weltpark Tropenwald“. Dieses Siegel suggeriert Wald- und Umweltschutz. Das Papier wird jedoch auch aus Primärfasern hergestellt, deren Gewinnung teilweise zur Waldzerstörung beiträgt.




Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link197560A.html