Pausenfrühstück wie es sein soll
Abwechslungsreich, in mundgerechten Portionen und öfters mit einer kleinen Überraschung versehen, so lieben Kinder ihr Pausenfrühstück.
Dieses zweite Frühstück liefert Energie und Nährstoffe für konzentriertes Lernen bis zur sechsten Stunde. Fehlt die Energiezufuhr, werden die Kinder matt und unkonzentriert und ihre Leistungsfähigkeit nimmt spürbar ab. Um so wichtiger ist die Qualität des Frühstücks. „Woraus es bestehen sollte, ist schnell gesagt,“ meint Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Ein belegtes Brot ergänzt mit frischem Gemüse oder Obst, dazu ein zuckerarmes Getränk und ein Milchprodukt beziehungsweise Schulmilch liefern wissensdurstigen Kindern die nötigen Nährstoffe.“ Diese „trockenen“ Empfehlungen müssen jedoch schön verpackt werden, damit der Inhalt der Brotdose gegessen und nicht wieder mit nach Hause gebracht wird:
Kinder mögen Abwechslung. Empfehlenswert ist es daher, auch bei der klassischen Schnitte oft die Brotsorten und Beläge zu variieren. Ebenso macht eine veränderte Form, wie in Dreiecke geschnittenes Brot, gefülltes Fladenbrot oder Brotspießchen, mehr Appetit.
Die Obst und Gemüsebeigaben sollten ebenfalls abwechslungsreich sein. So bieten sich zum Beispiel im Frühsommer Beeren oder ein buntes Bündelchen Paprikastreifen an, aber auch Spieße von Birnenstücken, Trauben und Käsewürfeln, oder, oder, oder ....
Kinder benötigen viel Flüssigkeit. Ein energiearmes Getränk, wie Saftschorle, wenig gesüßter Früchtetee oder Mineralwasser, gehört unbedingt in die Schultasche. Achtung, Milch gilt nicht als Getränk zum Durstlöschen, sondern als nährstoffreiches Lebensmittel.
Eine ganze Reihe von fertigen Riegeln und Snacks, meist im Mäntelchen schöner Werbeargumente, versprechen eine unkomplizierte, angeblich gesunde, leckere Zwischenmahlzeit. In der Regel sind sie jedoch zuckerreich und oft fett und ersetzen ein handgemachtes Frühstück nicht.
Außerdem gilt, Süßigkeiten sind zum Naschen da, nicht zum Sattessen. Ab und zu kann eine Kleinigkeit in der Brotdose sein, aber nicht täglich ein Sammelsurium an Süßwaren.
Kinder wissen kleine Überraschungen zu schätzen. Ein Apfel als Geschenk verpackt, ausgestochene Brot - Teddys oder ein kleiner schriftlicher Gruß heben mit der Stimmung auch den Appetit.
Kinder sollten öfters in die Gestaltung des Frühstücks mit einbezogen werden. Selbstverständlich sind die Wünsche und Vorlieben in einem sinnvollen Maße aufzunehmen.
Die Zusammenstellung des Schulfrühstücks erfordert genauso viel Aufmerksamkeit und Phantasie, wie der gesamte Umgang mit Kindern.
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