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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

22.09.2005
Finanzjongleure in der Grauzone -
Vorsicht Grauer Kapitalmarkt !

Neue Faltblattserie und Beratungen am Tag der offenen Tür geben Möglichkeit, sich über die Anlagerisiken zu informieren

Jedes Jahr gehen auf dem Grauen, also nicht staatlich überwachten Kapitalmarkt Milliarden Euro verloren. „Das Jahr 2005 wird dabei vielen Sachsen wegen mehrerer Großschadenfälle, so etwa der Insolvenz der Phoenix Kapitaldienst GmbH, als besonders schwarzes Jahr in Erinnerung bleiben“, denkt Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen.
Dies hat nicht nur für den einzelnen Verbraucher, der so beispielsweise den Verlust seiner privaten Altersvorsorge beklagen muss, dramatische Auswirkungen. Auch für die Gesellschaft und den Staat, der dadurch weniger Steuern einnimmt, eine geringere Kaufkraft der Konsumenten hinnehmen und häufig erhöhte Sozialleistungen aufbringen muss, ist diese Situation bedenklich. „Mit einer für den Verbraucher kostenlosen neuen Faltblattserie wollen die Verbraucherschützer durch noch mehr Aufklärung darauf Einfluss nehmen, dass die finanziellen Verluste künftig eingedämmt werden“, sagt Hoffmann. Unterstützt wurde dieses Projekt vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.

Besonders gern werden von Anbietern des Grauen Kapitalmarktes zum Beispiel atypisch stille Beteiligungen, Genussscheine und Genossenschaftsbeteiligungen angeboten. Dazu kommen noch häufig Offerten zu Inhaberschuldverschreibungen und Erwerbermodellen - die umgangssprachlich oft als Schrottimmobilien bezeichnet werden. Zum Kauf von Aktien, die außerhalb der Börse gehandelt werden, wird ebenfalls gern animiert, ebenso wie zur Beteiligung an geschlossenen Immobilien- oder Themenfonds. „Grüne“ Geldanlagen gehören zwischenzeitlich ebenfalls zum Angebot des Grauen Kapitalmarkts. Zu diesen Produkten gibt es jetzt von den Verbraucherschützern einzelne Faltblätter mit wichtigen Informationen zu den Risiken und Nachteilen dieser Anlageformen. „Diese Seite der Medaille wird in den Verkaufsgesprächen bekanntermaßen immer wieder gern vergessen oder klein geredet“, weiß Andrea Hoffmann. Komplettiert wird die Serie mit je einem weiteren Faltblatt über Finanzberater und den Grauen Kapitalmarkt im Allgemeinen.

Interessierte können sich das Material in allen 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen kostenlos abholen. Selbstverständlich kann man sich auch weiterhin zu einem ganz bestimmten Angebot individuell beraten lassen. Wer bereits auf dem Grauen Kapitalmarkt investiert hat und sich jetzt über seine Rechte informieren will, ist bei den Verbraucherschützern ebenfalls richtig.

Für eine persönliche Beratung empfiehlt sich zur Vermeidung von Wartezeiten die Vereinbarung eines Termins montags bis freitags zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 01805/79 7777 (0,12 €/Min). Zusätzlich bieten Sachsens Verbraucherschützer am Samstag, dem 24. September zwischen 10.00 und 14.00 Uhr in Auerbach, Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau im Rahmen eines Tages der offenen Tür kostenlose Beratungen zu fehlgeschlagenen Geldanlagen auf dem Grauen Kapitalmarkt an.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link198218A.html