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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

29.09.2005
Der Banken-Verführung widerstehen

Studenten werden zum Teil hohe Darlehensummen angeboten
Verbraucherschützer informieren über Studienfinanzierung


Seitdem der Einführung von Studiengebühren der Weg geebnet wurde, entdecken Banken und Sparkassen Studenten als neue Zielgruppe für die Darlehensvergabe. Die Angebote sind vielfältig und sehr verschieden. Von einem Taschengeld bis zu Darlehensangeboten im fünfstelligen Bereich wird vieles offeriert. Das heißt auch, dass nicht allein mögliche Studiengebühren, sondern der gesamte Lebensunterhalt über Kredit finanziert werden kann. Feste oder variable Verzinsung, mit oder ohne kombinierten Versicherungsschutz - alles ist möglich. „Da hat der Student die Qual der Wahl und läuft Gefahr, unnötige Schulden zu machen“, meint Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Wer sich anbieterunabhängig über Möglichkeiten der Studienfinanzierung informieren will, findet Rat bei den sächsischen Verbraucherschützern.

Ein aktuelles, kostenloses Faltblatt informiert über verschiedene Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Nicht nur das staatliche BaföG -Darlehen, sondern gerade neue Angebote der privaten Kreditinstitute werden darin unter die Lupe genommen. Der größte Vorteil dieser Studienkredite besteht in der Flexibilität bei der Rückzahlung. Es gibt aber auch Fallstricke: „Die Zinsen sind nicht in jedem Fall günstig“, gibt die Verbraucherschützerin zu bedenken. „Kombinationsprodukte, etwa bestehend aus Versicherung und Darlehen, haben aus unserer Erfahrung oft nicht die besten Bedingungen und Preise. Auch Bürgschaften der Eltern können zum Problem werden. So lohnt es sich für Studenten und deren Eltern, genau hinzusehen.

Einen regelmäßigen Finanzcheck sollten nicht nur höhere, sondern gerade auch die Erstsemester durchführen. Wer dabei das neue Lesezeichen der Verbraucherschützer zu Hilfe nimmt, bekommt zum Beispiel erste Informationen über wichtigen Versicherungsschutz und zum richtigen Sparen. Faltblatt und Lesezeichen sind ab Oktober in allen Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich. Das kostenlose Lesezeichen wird demnächst natürlich auch in Bibliotheken zu finden sein. Studenten, die sich unter Vorlage dieses Lesezeichens persönlich bei den sächsischen Verbraucherschützern beraten lassen möchten, bekommen einen kleinen Rabatt auf das Beratungsentgelt. Eine individuelle Beratung empfiehlt sich immer vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link198483A.html