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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

20.10.2005
Die Frucht der ewigen Jugend

Verbraucherschützer empfehlen: Bei sächsischen Herbstäpfeln jetzt zugreifen

Der Sage nach aßen die nordischen Götter täglich Äpfel aus dem Garten der Göttin Iduna und gewannen so die ewige Jugend. „Ewige Jugend beschert der Apfel in der Realität zwar nicht, aber er ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen,“ meint Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen. Äpfel zeichnen sich durch einen nennenswerten Gehalt an Vitamin C und Folsäure, den Mineralstoffen Eisen und Kalium und so genannten Flavonoiden aus. Diese pflanzlichen Farbstoffe wirken positiv auf die Gesundheit. Die Nährstoffgehalte in Äpfeln schwanken je nach Sorte, Standort und Witterung im Reifejahr. So sind die Sorten Jonathan und Gloster sehr reich an Vitamin C, während Golden Delicious und Elstar deutlich geringere Gehalte aufweisen. Äpfel enthalten darüber hinaus den wasserlöslichen Ballaststoff Pektin, der Stuhl lockernd wirkt und damit die Verdauung fördert. Aufgrund seiner Quellfähigkeit im Darm kann Pektin sowohl unerwünschte Stoffe als auch Stoffwechselprodukte binden und aus dem Darm transportieren. Darauf beruht auch die Cholesterin senkende Wirkung des Pektins.

Äpfel gehören zu den beliebtesten Obstarten. Rund 40 kg werden jährlich in Deutschland pro Person verspeist. Sachsen verfügt über große Apfelanbaugebiete. Die Mehrheit der Betriebe arbeitet nach den Richtlinien des Programms „Umweltgerechte Landwirtschaft“ in Sachsen. 2004 wurden mehr als 92.000 t einheimische Äpfel geerntet. Bei Äpfeln ist zwischen der Pflückreife und der Genussreife zu unterscheiden. Die Genussreife setzt bei Herbst- und Winteräpfeln erst später ein, wenn der Apfel im Vollbesitz seiner geschmacklichen Qualität ist. Großlager mit kontrollierter Atmosphäre garantieren monatelange Lagerfähigkeit bei minimalen Alterungs- und Abbauprozessen. Äpfel dürfen mit natürlichen Wachsen konserviert werden und tragen dann die Kennzeichnung „gewachst“. Deutsche Äpfel sind in der Regel nicht gewachst. Damit nicht zu verwechseln ist die natürliche Wachsschicht, die einige Sorten, wie Jonagold, selbst bilden. Im Handel müssen Sorte, Herkunft, Güteklasse sowie ggf. der Hinweis „gewachst“ angegeben werden.

Äpfel reifen nach. Im Haushalt sollten sie kühl, aber nicht im Kühlschrank gelagert werden. Außerdem geben Äpfel Ethylen ab, das die Reifungsprozesse beschleunigt. Äpfel sollten aus diesem Grund nicht gemeinsam mit anderem Obst und Gemüse gelagert werden, da dieses sonst schnell überreif wird.

„Empfehlenswert ist der Kauf bei Direktvermarktern“, sagt Birgit Brendel. „Hier ist in der Regel eine sehr viel größere Sortenvielfalt als im Einzelhandel oder bei Discountern erhältlich. Sächsische Obstbauern bieten beispielsweise auch neue einheimische Sorten wie Pinova an. Zudem kann man hier vor dem Kauf meist auch probieren.“ Die Adressen der Direktvermarkter Sachsens sind bei den Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich (Telefon 01805/79 13 52 Montag, Mittwoch, Donnerstag 10 – 16 Uhr, 0,12 €/Min).


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link199915A.html