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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

29.10.2003
Weltspartag am 30. Oktober 2003:
Häufig wird falsch gespart

Verbraucherschützer helfen, die richtige Sparstrategie zu finden

Die Deutschen sparen zwar jedes Jahr eine Menge Geld, doch häufig investieren sie in die falschen Produkte. Das bringt oft finanzielle Verluste mit sich. Sachsens Verbraucherschützer bieten Ratsuchenden an, zusammen mit ihnen eine individuell passende Spar- und Vorsorgestrategie zu entwickeln.

Der Weltspartag am 30. Oktober 2003 kann zum Anlass genommen werden, seine Geldanlagen einmal unter die Lupe zu nehmen. Häufig wird man dabei keine sinnvolle Struktur erkennen können. Dazu ein paar typische Beispiele. Zu Zeiten der Aktienhöchststände haben viele – auch ältere Verbraucher – noch Aktien oder Aktienfondsanteile gekauft. Dann konnten sie die fallenden Börsenkurse kaum mit ansehen und haben schließlich entnervt bei Niedrigstkursen mit hohen Verlusten verkauft. Nun wollen die Betroffenen mit dem „Teufelszeug“ nichts mehr zu tun haben. Richtig ist es jedoch genau umgekehrt: Einsteigen, wenn die Börsenkurse niedrig sind und bei Höchstständen verkaufen.

Aber auch mit relativ sicheren Produkten werden gravierende Fehler gemacht. So wird oft schon mit Anfang Zwanzig eine Kapital-Lebensversicherung fürs Alter abgeschlossen. Nur ganz wenige Verbraucher halten jedoch die Laufzeit über mehrere Jahrzehnte bis zum Ende durch. Sehr viele Kapital-Lebensversicherungen werden wegen Geldbedarf vorzeitig gekündigt. Das ist auch nur mit hohen finanziellen Verlusten möglich. Andere wiederum scheuen jede Form der etwas längerfristigen Geldanlage und investieren immer nur ganz kurzfristig in Geldmarktfonds, Tage- oder Festgeld. Etwas Geld sollte man zwar nach Meinung der Verbraucherzentrale Sachsen schon kurzfristig parat haben, aber bei größeren Beträgen kann ein Teil auch längerfristig mit höheren Zinsen angelegt werden. Höhere Renditen und Versprechen nach Steuerersparnissen sind für viele Verbraucher allerdings immer wieder Lockmittel, auf dem freien Kapitalmarkt, also abseits der Banken und Sparkassen, zu investieren. Das hat oft den Verlust des gesamten Anlagebetrages zur Folge. Von vielen solcher Angebote sollte man nach Meinung der Verbraucherschützer deshalb besser die Finger lassen.

In den nächsten Wochen kann man mit Hilfe der sächsischen Verbraucherschützer einmal seine laufenden Anlagen überprüfen sowie sich zu sinnvollen Optimierungen und zu Neuabschlüssen beraten lassen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link20014A.html