Verbraucherzentrale Sachsen rät, bei unerbetenen Anrufen lieber sofort aufzulegen
Immer wieder erhalten Verbraucher Post von der T-Com, der Festnetzsparte der Deutschen Telekom AG, in welcher sich diese für einen angeblich erteilten Auftrag zum Wechsel in einen anderen Tarif bedankt. Doch die Kunden erinnern sich daran, lediglich der Zusendung von Informationsmaterial zugestimmt zu haben. Von einer Zusage zu einem Tarifwechsel war bei einem unerwarteten Werbeanruf durch die Mitarbeiter der von der Telekom beauftragten Call-Center nie die Rede. Und so beginnt für die empörten Telekom-Kunden eine zeit-, geld- und nervenraubende Tortur, um den nicht beauftragten Tarifwechsel wieder rückgängig zu machen.
„Offensichtlich lässt sich die Telekom auch von einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 25. Februar 2005 (AZ: 6 U 155/04; nicht rechtskräftig) sowie einer anhängigen Klage der Verbraucherschützer beim Landgericht Bonn nicht davon abhalten, ihre unseriösen Marketingpraktiken zu unterlassen“, stellt Evelin Voß von der sächsischen Verbraucherzentrale fest. „Bei unerwünschten Werbeanrufen sollte man deshalb den Mut haben, unhöflich zu sein und den Hörer sofort aufzulegen. Die Mitarbeiter der Call-Center arbeiten erfolgsorientiert und werden für jeden telefonisch bestellten Tarifwechsel bezahlt. Da nehmen es manche offensichtlich nicht so genau mit der tatsächlichen Antwort.“
Wer meint, dass er mit einem anderen Tarif der T-Com eventuell preisgünstiger telefonieren könnte, sollte sich hierzu ausführlich bei Sachsens Verbraucherschützern beraten lassen. Aus den fünf verschiedenen Tarifen und zwei zusätzlich buchbaren Tarifoptionen kann der Verbraucher die für ihn günstigste Variante anhand seines Gesprächsaufkommens und seiner Telefoniergewohnheiten auswählen. Dazu sollte man die Telefonrechnung und den Einzelverbindungs-Nachweis zu Hilfe nehmen. Die anrufenden Call-Center-Mitarbeiter können das per Telefon nicht leisten und sollen es wohl auch gar nicht. Sie haben lediglich den Auftrag, den Telekom-Kunden bestimmte Tarife „schmackhaft“ zu machen, bei welchen die Telekom deutlich höhere monatliche Grundbeträge kassieren kann.
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