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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

06.12.2005
Marode Strommasten könnten auch Leben gefährden

Verbraucherschützer fordern sichere Leitungsnetze

Die „Gretchenfrage“ bei einer möglichen Haftung des Energieversorgers RWE für die Stromausfälle im Münsterland ist die, ob mangelnde Wartung der Leitungsnetze oder „unerwartet“ heftige Winterstürme die immensen Energieausfälle in Nordrhein-Westfalen verursachten. Fest steht: Der materielle Schaden ist groß und es ist fraglich, ob der Energieversorger RWE sich entlasten kann.

„Aber es hätte noch weitaus schlimmer kommen können“, sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachen. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Stromleitungen auch bewohnte Siedlungsgebiete überqueren. Wenn dann Strommasten Häuser beschädigen, ist nicht nur das Hab und Gut gefährdet, sondern auch menschliches Leben.“
Materielle Schäden zu erleiden ist sicher schlimm genug, ein verlorenes Leben kann durch Schadenersatz nicht wieder gewonnen werden.

Daher fordern Sachsens Verbraucherschützer die Stromversorger auf, schnellstens solche Stromversorgungsleitungen und Masten in bewohnten Gebieten zu überprüfen und deren hundertprozentige Sicherheit zu gewährleisten. Die Bundesnetzagentur wird dafür sorgen müssen, dass alle Versorger, die ihre Leistungen netzgebunden erbringen, zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen verpflichtet werden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link200912A.html